Guillaume Delisle – South Africa and Madagascar, 1708 Antique world maps HQ
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Antique world maps HQ – Guillaume Delisle - South Africa and Madagascar, 1708
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Die Darstellung des Festlandes ist dominiert von einer komplexen Beschriftung, die die politischen Einteilungen der damaligen Zeit veranschaulicht. Es werden zahlreiche Königreiche, Bezirke und Orte benannt, darunter „Royaume du Congo“ und „Pays des Cafres“. Die Namen sind in lateinischer Schrift und in französischer Sprache gehalten, was auf die europäische Perspektive und den Auftraggeber der Karte hindeutet. Die Beschriftung ist dicht und weist auf eine Absicht hin, die geopolitische Landschaft der Region zu dokumentieren und zu ordnen.
Besonders auffällig ist die Darstellung der Küstenlinie. Sie ist relativ detailliert, allerdings mit einer gewissen Ungenauigkeit, die typisch für die damalige Navigationstechnik ist. Im Vergleich dazu wirkt das Landesinnere eher schematisch und wenig ausgearbeitet. Es werden lediglich einige größere Flüsse und Bergzüge eingezeichnet, während weite Landstriche leer bleiben.
Ein weiterer Blickfang sind die Inseln vor der Küste Mosambiks, die als kleine, stilisierte Symbole dargestellt sind. Sie sind mit Namen versehen und deuten auf Handelsaktivitäten und europäische Interessen in dieser Region hin. Auch die Insel Madagaskar wird detailliert beschrieben, mit Angabe von Städten und Regionen.
Die Karte ist mit geografischen Angaben wie dem Äquator und dem Wendekreis des Steinbocks versehen, was die wissenschaftliche Intention unterstreicht. Der Text „Carte du Congo et du Pays des Cafres“ in der oberen linken Ecke sowie die Angaben zum Verleger (De lAcadémie Royale des Sciences) lassen auf einen Auftraggeber im wissenschaftlichen Kontext schließen.
Die Subtexte dieser Karte sind vielfältig. Sie zeugen nicht nur von dem Wissensstand des 18. Jahrhunderts über Afrika, sondern auch von den europäischen Interessen in der Region. Die detaillierte Darstellung der politischen Einteilungen und Handelsplätze deutet auf eine Absicht hin, die Region zu verstehen und zu kontrollieren. Die Darstellung des Landesinneren als unentdeckt und unerforscht verstärkt zudem die europäische Perspektive und suggeriert eine Notwendigkeit der Erforschung und Aneignung. Die Karte ist somit ein Spiegelbild der europäischen Kolonialbestrebungen und des eurozentrischen Weltbildes der Epoche.