Self-portrait Alexandre Cabanel (1823-1889)
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Alexandre Cabanel – Self-portrait
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Besonders auffällig sind die üppigen, grauen Haare, die in großen Locken um den Kopf drapiert sind, sowie der ebenfalls grau melierte Bart, der sorgfältig getrimmt ist und dem Gesicht eine gewisse Würde verleiht. Die Lichtführung betont die Konturen des Gesichts und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Augen und den Mundbereich. Hier scheint sich ein Hauch von Melancholie oder Nachdenklichkeit auszudrücken.
Die Komposition ist schlicht gehalten; der Mann füllt fast das gesamte Bildformat aus, was eine gewisse Präsenz und Selbstsicherheit suggeriert. Der Hintergrund ist dunkel und unscharf, wodurch die Figur noch stärker hervorgehoben wird.
Ein möglicher Subtext könnte in dem Bemühen um Repräsentation liegen: Die sorgfältige Darstellung der Haare und des Bartes, sowie die Wahl der Kleidung lassen auf ein bewusstes Inszenieren des eigenen Erscheinungsbildes schließen. Es scheint, als wolle der Künstler sein Selbstverständnis als gebildeter und angesehener Mann zum Ausdruck bringen. Die monochrome Technik könnte zudem eine gewisse Distanz oder Objektivität suggerieren, als ob der Künstler sich selbst beobachtet und analysiert. Die Jahreszahl 1871, die in der oberen rechten Ecke notiert ist, gibt einen Anhaltspunkt für den Entstehungszeitraum und könnte im Kontext historischer Ereignisse des Jahres interpretiert werden, beispielsweise die Französisch-Preußische Kriegszeit.