The Governess Alexandre Cabanel (1823-1889)
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Alexandre Cabanel – The Governess
Ort: Museum of Art, Philadelphia.
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Zu ihrer Rechten sitzen zwei Kinder, ein Junge und ein Mädchen, dicht aneinander gekuschelt. Das Mädchen blickt ängstlich oder vielleicht auch schüchtern zur Gouvernante hinüber. Der Junge scheint sie anzustarren, sein Gesichtsausdruck ist schwer zu deuten – eine Mischung aus Neugier und eventuell leichter Unruhe könnte darin liegen. Beide Kinder sind in dunkle Kleidung gehüllt, was ihre Abhängigkeit von der Umgebung und die gesellschaftliche Ordnung unterstreicht.
Der Hintergrund ist schlicht gehalten: Eine graue Wand mit einem goldenen Rahmen, der vermutlich ein Bild enthält, und eine weiße Türöffnung rechts im Bild. Diese Elemente lenken den Blick nicht vom Hauptmotiv ab, sondern verstärken die Intimität des Augenblicks. Die Beleuchtung ist gedämpft und konzentriert sich auf die Figuren, wodurch diese besonders hervorgehoben werden.
Die Komposition suggeriert ein komplexes Verhältnis zwischen der Gouvernante und den Kindern. Es liegt eine unterschwellige Spannung in der Luft, die durch die unterschiedlichen Blickrichtungen und Körperhaltungen der Beteiligten verstärkt wird. Die Malerei deutet auf gesellschaftliche Hierarchien hin: die Gouvernante als Autoritätsperson, die Kinder in einer Position der Abhängigkeit. Gleichzeitig scheint aber auch eine gewisse Zuneigung oder zumindest ein respektvolles Miteinander angedeutet zu sein.
Die Farbgebung ist zurückhaltend und betont die Ernsthaftigkeit des Themas. Die dunklen Töne dominieren, während die hellen Akzente – das Weiß der Haube, die blauen Elemente am Kleid der Gouvernante – subtile Kontraste schaffen und die Aufmerksamkeit auf bestimmte Details lenken. Insgesamt vermittelt das Werk einen Eindruck von Stille, Beobachtungsgabe und einer stillen Reflexion über soziale Beziehungen im bürgerlichen Umfeld des 19. Jahrhunderts.