Annie Russell-Cotes John Henry Lorimer (1856-1936)
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John Henry Lorimer – Annie Russell-Cotes
Ort: Russell-Cotes Art Gallery, Bournemouth.
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Die Frau trägt eine aufwendige Robe, deren Design an östliche Motive erinnert – vermutlich Japan oder China. Die Stickereien mit floralen Elementen und die Form des Kragens deuten auf einen Einfluss der japanischen Kunst hin, was zu dieser Zeit in Europa als exotisch und begehrenswert galt. Um ihre Schultern drapiert eine weitere Stoffbahn, ebenfalls reich verziert. In ihrer rechten Hand hält sie einen Fächer, der die Pose zusätzlich betont und eine gewisse Distanziertheit suggeriert.
Ihr Gesichtsausdruck ist schwer zu deuten. Es wirkt weder ausgesprochen fröhlich noch traurig; vielmehr scheint ein Hauch von Melancholie oder Nachdenklichkeit darin zu liegen. Die Augen sind direkt auf den Betrachter gerichtet, was eine gewisse Konfrontation erzeugt, jedoch ohne aggressiv zu wirken. Die Frisur ist hochgesteckt und elegant, passend zum üppigen Kleidungsstil.
Es lässt sich vermuten, dass die Dargestellte einer wohlhabenden Gesellschaftsschicht angehört, was durch ihre Kleidung und das sorgfältige Porträt selbst unterstrichen wird. Die Wahl der exotischen Gewandung könnte als Ausdruck eines kosmopolitischen Interesses oder als Zeichen des gesellschaftlichen Status interpretiert werden – ein Signal für Reisen und Kenntnis fremder Kulturen. Die Distanziertheit, die durch den Fächer und den Gesichtsausdruck vermittelt wird, könnte auch eine Reflexion der sozialen Konventionen ihrer Zeit sein, in denen es wichtig war, einen gewissen Anstand zu wahren.
Insgesamt erweckt das Gemälde den Eindruck einer komplexen Persönlichkeit, die zwischen Tradition und Moderne, zwischen Individualität und gesellschaftlichen Erwartungen steht. Die subtile Farbgebung und die sorgfältige Ausführung tragen dazu bei, eine Atmosphäre von Würde und stiller Kontemplation zu schaffen.