The Building of the Tower of Babel Marten van Valckenborch (1535-1612)
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Marten van Valckenborch – The Building of the Tower of Babel
Ort: Old Masters Picture Gallery (Gemäldegalerie Alte Meister), Dresden.
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Der Bau selbst ist von einer geschäftigen Aktivität erfüllt. Unzählige Figuren sind in das Baugeschehen involviert. Sie schleppen Steine, mischen Mörtel, führen Bauarbeiten aus und scheinen in einem fieberhaften Eifer zu arbeiten. Die Figuren sind in verschiedenen Posen dargestellt, was die Dynamik der Arbeit und die Vielzahl der Beteiligten betont.
Die Landschaft um den Turm herum ist detailliert und lebendig. Im Hintergrund erstreckt sich eine weite Ebene, die bis zu einem Horizont mit Schiffen und einem verschwommenen Meer reicht. Links und rechts des Turms ragen Felsformationen hervor, die das Baugelände noch weiter in die Höhe treiben. Die Landschaft wirkt jedoch unnatürlich und konstruiert, als wäre sie eigens für die Inszenierung des Turmbaus geschaffen worden.
Die Farbgebung ist warm und gedämpft, mit einer Tendenz zu erdigen Tönen. Die Beleuchtung ist ungleichmäßig, wobei der Turm selbst in einem hellen Licht erscheint, während die umliegende Landschaft im Schatten liegt. Dies verstärkt den Eindruck von Monumentalität und Macht des Turmbaus.
Es lassen sich mehrere subtextuelle Ebenen erkennen. Die Darstellung des Bauprozesses suggeriert einen menschlichen Ehrgeiz, der über die eigenen Möglichkeiten hinausgeht. Der Turm, der angeblich bis zum Himmel reichen soll, symbolisiert den Wunsch, Gott gleich zu werden oder zumindest seine Macht zu erreichen. Die Vielfalt der architektonischen Stile könnte die Zersplitterung der Menschheit und die Unfähigkeit zu einer gemeinsamen Sprache und Kultur andeuten. Die geschäftige, aber scheinbar ziellose Aktivität der Bauarbeiter könnte als Metapher für die Sinnlosigkeit von menschlichem Streben interpretiert werden, wenn es von Stolz und Eitelkeit getrieben wird. Die unnatürliche und konstruierte Landschaft verstärkt den Eindruck, dass der Turm eine künstliche und letztlich vergängliche Konstruktion ist. Die Darstellung evoziert ein Gefühl von Unbehagen und drohender Zerstörung.