Plague in Barcelona Horace Vernet (1789-1863)
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Horace Vernet – Plague in Barcelona
Ort: Hermitage, St. Petersburg (Эрмитаж).
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Über ihr ist ein Tuch drapiert, das an eine Quarantäne oder ein Sterbehaus erinnert. Es wird von einem hölzernen Gestell gehalten, das mit grünen Blättern und Ästen verziert ist, was einen ironischen Kontrast zur düsteren Stimmung bildet. Das Tuch ist teilweise angehoben und gibt den Blick auf einen offenen Text frei, möglicherweise ein Gebet oder eine medizinische Anweisung.
Im Hintergrund sind drei Männer zu erkennen. Einer, in einem dunklen Kapuzenmantel, tritt aus dem Schatten, seine Gestalt geheimnisvoll und bedrohlich. Die beiden anderen stehen abseits und beobachten die Szene mit einem Ausdruck, der zwischen Mitgefühl und Distanz schwankt. Sie erscheinen wie medizinische Betreuer oder Priester, die die sterbende Frau begleiten.
Die Farbgebung ist gedämpft, mit einem starken Kontrast zwischen dem roten Kissen und dem weißen Kleid der Frau. Die dunklen Hintergründe verstärken den Eindruck von Isolation und Verzweiflung. Die Komposition lenkt den Blick auf die zentrale Figur, die in ihrer Verletzlichkeit und ihrem Leiden die Hauptlast der Darstellung trägt.
Neben der Darstellung einer konkreten Krankheit oder eines medizinischen Eingriffs scheint die Darstellung auch eine tiefere Bedeutung zu bergen. Es deutet auf die Vergänglichkeit des Lebens, die Macht des Todes und die Rolle von Glaube und medizinischer Versorgung in Zeiten der Not hin. Die Präsenz des Kreuzes und des Textes legt eine religiöse Dimension nahe, während die Figuren im Hintergrund die menschliche Reaktion auf Leid und Krankheit veranschaulichen. Es ist eine Darstellung von Verlust, Angst, aber auch von der Hoffnung auf Trost und Erlösung. Die Distanz der Beobachter könnte zudem eine Reflexion über die gesellschaftliche Reaktion auf Epidemien und die Schwierigkeit, mit Leid umzugehen, sein.