La fille de l’aveugle Konrad Starke
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Konrad Starke – La fille de l’aveugle
Ort: National Museum (Nationalmuseum), Stockholm.
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Neben ihr sitzt ein älterer Mann, dessen Profil nur schematisch angedeutet ist. Er scheint aufmerksam zuzuhören, sein Blick gerichtet auf die junge Frau. Die Nähe der beiden Figuren suggeriert eine enge Beziehung, möglicherweise Vater und Tochter oder ein ähnliches Vertrauensverhältnis. Dennoch entsteht durch die Distanz in ihren Blicken und die allgemeine Schwere der Atmosphäre kein Gefühl von Geborgenheit, sondern eher von stiller Besorgnis.
Die Komposition wird maßgeblich durch das Fenster im Hintergrund bestimmt. Es lässt einen Blick auf eine trübe Landschaft und ein Segelboot frei, dessen Mast sich wie eine fragile Verbindung zur Außenwelt darstellt. Das Licht, das durch die Scheiben fällt, ist gedämpft und diffus, was die Dunkelheit des Raumes nur wenig mildert. Die Fensterrahmen sind grob gezeichnet, was dem Bild einen fast skizzenhaften Charakter verleiht und die Flüchtigkeit der dargestellten Situation unterstreicht.
Die Zeichnung evoziert eine Vielzahl von Interpretationsmöglichkeiten. Es könnte sich um eine Darstellung von Verlust, Trauer oder einer existentiellen Krise handeln. Die junge Frau scheint in ihren Gedanken gefangen, während der ältere Mann versucht, ihr Trost zu spenden – doch die Last, die sie trägt, scheint unerträglich schwerwiegend. Das Segelboot im Hintergrund könnte als Symbol für Hoffnung und Neuanfang gedeutet werden, dessen Erreichbarkeit jedoch durch die düstere Atmosphäre des Bildes in Frage gestellt wird. Insgesamt hinterlässt das Werk einen Eindruck von tiefer Melancholie und einer subtilen Ahnung von unausgesprochenen Konflikten.