Saint Jerome Jan Olis
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Jan Olis – Saint Jerome
Ort: Yale University Art Gallery, New Haven.
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Der Mann trägt ein schlichtes, dunkles Habit, das seinen asketischen Lebensstil unterstreicht. Die Dunkelheit des Gewandes wird durch einen Lichtschein betont, der von einer Kerze ausgeht, die auf dem Tisch neben ihm steht. Dieses Licht lenkt den Fokus des Betrachters auf seine Hände und das Buch, symbolische Elemente für Wissen, Schrift und spirituelle Arbeit.
Die Umgebung ist karg und düster. Der Mann befindet sich in einer Höhle oder einem Felsenkeller, dessen Wände von dunklen Tönen dominiert werden. Diese Isolation verstärkt den Eindruck der Einsamkeit und des Rückzugs aus der Welt. Vor ihm liegt ein toter Löwe, dessen Kopf auf dem Boden ruht. Dieses Tier, traditionell mit Stärke und Mut assoziiert, wird hier in seiner Sterblichkeit dargestellt, was eine Mahnung an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge sein könnte.
Ein weiteres zentrales Element ist der Schädel, der direkt vor dem Löwen liegt. Der Schädel ist ein klassisches Vanitas-Symbol, das auf die Unausweichlichkeit des Todes und die Sinnlosigkeit weltlicher Besitztümer hinweist. Er dient als ständige Erinnerung an die Endlichkeit des Lebens und fordert zur Reflexion über spirituelle Werte auf.
Die Komposition der Malerei ist sorgfältig durchdacht. Der Mann bildet das zentrale Gewicht, während die anderen Elemente – Löwe, Schädel, Kreuz im Hintergrund – seine Position unterstützen und ergänzen. Das Kreuz, kaum sichtbar in der Dunkelheit, deutet auf den christlichen Kontext hin und unterstreicht die spirituelle Dimension der Szene.
Die Farbgebung ist gedämpft und von dunklen Brauntönen dominiert, was eine Atmosphäre der Melancholie und Kontemplation erzeugt. Die wenigen Lichtreflexe lenken den Blick gezielt und verstärken die Dramatik des Bildes. Insgesamt vermittelt das Werk ein Gefühl der inneren Einkehr, der Auseinandersetzung mit dem Leben, dem Tod und der spirituellen Wahrheit. Es ist eine Meditation über die menschliche Existenz im Angesicht der Ewigkeit.