Diptych with the Annunciation Unknown painters
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Unknown painters – Diptych with the Annunciation
Ort: National Museum (Nationalmuseum), Stockholm.
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Rechts von ihm befindet sich eine sitzende Frau, gekleidet in dunkle, würdevolle Gewänder. Sie hält ein Buch in ihren Händen, was auf ihre Rolle als Leserin und Gebeterin verweist. Ihr Blick ist gesenkt, was Demut und Kontemplation ausdrückt. Die Anordnung der beiden Figuren – Engel und Frau – suggeriert eine hierarchische Beziehung, wobei die Botschaft des Engels an die Frau gerichtet ist.
Der Hintergrund besteht aus einem goldenen Grund, der in der byzantinischen Kunsttradition üblich ist und den heiligen Charakter der Szene unterstreicht. Die Goldfolie ist stellenweise beschädigt, was dem Bild eine gewisse Patina und historische Tiefe verleiht. Die Architektur des Raumes, angedeutet durch die schrägen Wände, wirkt beengend und verstärkt das Gefühl von Intimität und Erhabenheit zugleich.
Subtextuell könnte dieses Diptychon als Darstellung einer Begegnung zwischen der göttlichen Macht und der menschlichen Empfänglichkeit interpretiert werden. Die Dunkelheit der Frauengewänder steht im Kontrast zur Helligkeit des Engels, was eine Spannung zwischen irdischem und himmlischem Bereich erzeugt. Die gesenkte Blickrichtung der Frau könnte als Zeichen ihrer Akzeptanz oder auch ihrer Verunsicherung vor der göttlichen Botschaft gelesen werden. Die Beschädigungen an der Goldfolie erinnern daran, dass selbst heilige Darstellungen dem Lauf der Zeit unterworfen sind und eine Geschichte von Verehrung und Vergänglichkeit tragen. Insgesamt wirkt das Diptychon durch seine schlichte Formensprache und die symbolische Bildsprache sehr eindringlich und vermittelt ein Gefühl tiefer Religiosität.