Olaus Magnus – Carta Marina, 1539, Section C: The North Pole Antique world maps HQ
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Antique world maps HQ – Olaus Magnus - Carta Marina, 1539, Section C: The North Pole
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Die Komposition ist von einer dichten Fülle an Details geprägt. Zahlreiche Ortsnamen, sowohl lateinisch als auch in einer unbekannten Schrift, sind in das Landschaftsbild eingearbeitet. Diese Namen scheinen teilweise auf historische Siedlungen oder geografische Besonderheiten zu verweisen. Darüber hinaus finden sich in den Meeresgebieten Darstellungen von Schiffen, die mit kunstvollen Ornamenten und Flaggen versehen sind. Eine detaillierte Darstellung eines Schiffes mit einem hohen Mast und Segeln befindet sich im oberen rechten Bildbereich.
Ein besonders auffälliges Element ist die Darstellung des Polarbereichs im oberen Bildausschnitt. Hier ist der Nordpol nicht leer, sondern durch eine komplexe, fast fantastische Darstellung von Eisbergen, Schiffswracks und einer möglichen menschlichen Gestalt gekennzeichnet. Diese Darstellung deutet auf ein damaliges, wenig fundiertes Verständnis der Polarregion hin und lässt Raum für Spekulationen über die Vorstellungskraft und die Wissenslücken der Kartographen.
Die geografische Genauigkeit der Karte ist offensichtlich begrenzt, und viele der dargestellten Regionen und Ortsnamen weichen von der heutigen wissenschaftlichen Erkenntnis ab. Dennoch zeugt die Karte von einem erheblichen Aufwand für die Datenerhebung und -darstellung. Die präzise Vermessung und die numerischen Angaben der Breiten (angezeigt durch die Zahlenreihen entlang der Ränder) deuten auf eine wissenschaftliche Ambition hin, trotz der künstlerischen Freiheit, die in die Darstellung einfließt.
Über die rein geografische Funktion hinaus vermittelt das Werk subtile Subtexte. Die detaillierte Darstellung von Schiffen und Handelsrouten legt eine wirtschaftliche und politische Bedeutung der Region nahe. Die lateinischen Beschriftungen und die Anspielungen auf historische Ereignisse oder Personen deuten auf eine Intention hin, die Karte als ein Instrument der Wissensvermittlung und des kulturellen Austauschs zu nutzen. Die Darstellung des Nordpols als ein geheimnisvoller und gefährlicher Ort könnte die damalige Faszination für die unentdeckten Regionen der Welt widerspiegeln. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Seekarte nicht nur eine geografische Darstellung ist, sondern auch ein Zeugnis der damaligen Weltanschauung, des Wissensstandes und der politischen Interessen.