Sermon in the village Vasily Perov (1833-1882)
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Vasily Perov – Sermon in the village
Ort: The State Tretyakov Gallery, Moscow (Государственная Третьяковская галерея).
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Nach Abschluss der Moskauer Schule für Malerei ließ sich der junge Künstler Perow an malerischen Orten in der Nähe des Klosters Troitse-Sergiewo nieder. Dort jagte er und arbeitete, dort schuf er das Gemälde „Predigt auf dem Land“, für das er 1861 die Große Goldmedaille erhielt. Diese Medaille gab ihm das Recht zu einer dreijährigen Auslandsreise. Der Aufenthalt in Europa erweiterte eher den allgemeinen Horizont des Künstlers als dass er ihm beruflich half. Wie viele andere Russen konnte er sich im Ausland nicht einleben und schuf dort nichts herausragendes.
Obwohl W. G. Perow nur vierundvierzig Jahre alt wurde, hinterließ er eine bedeutende Spur in der russischen Malerei. Die Rezeption seiner Werke war zu Lebzeiten wie auch nach seinem Tod ambivalent. Bewertungen der Kunst von Perow zeigten eine sehr breite Spanne an Meinungen, die manchmal sogar direkt entgegengesetzt waren.
Die berühmtesten Gemälde von Perow sind: „Jäger in der Rast“, „Vogeljäger“, „Taubenhaus“, „Auf dem Weg zum Schlittenhundezug“, „Jagd auf einen Bären im Winter“, „Schneeballschlacht“, entstanden zwischen 1870 und 1879.
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Die Zuhörer sind eine heterogene Gruppe von Personen. Es sind sowohl ältere als auch jüngere Menschen zu erkennen, Männer, Frauen und Kinder. Ihre Kleidung deutet auf unterschiedliche soziale Schichten hin: von einfachen Bauern und Handwerkern bis hin zu einer wohlhabenderen Familie, die im Vordergrund sitzt. Ein Mann in einem eleganten Mantel und eine junge Frau in einem aufwendigen Kleid bilden einen Kontrast zu den schlichten Gewändern der anderen Anwesenden.
Die Komposition ist interessant. Der Priester steht im Zentrum des Raumes, beleuchtet von einem Scheinwerfer, der von einer Laterne herabscheint. Dies lenkt die Aufmerksamkeit unweigerlich auf ihn. Der Hintergrund ist düster und verschwommen, was die Betonung auf der Handlung und den Protagonisten verstärkt. Ein Fresko, das eine himmlische Szene zeigt, ist im Hintergrund sichtbar und verstärkt den religiösen Kontext der Szene.
Der Raum selbst, in dem die Predigt stattfindet, wirkt beengt und rustikal. Es könnte sich um eine kleine Kapelle oder eine einfache Dorfkirche handeln. Die spärliche Einrichtung und die groben Wände unterstreichen die bescheidenen Lebensumstände der Dorfbewohner.
Verschiedene subtextuelle Ebenen lassen sich erkennen. Die unterschiedlichen sozialen Schichten der Zuhörer könnten auf die sozialen Ungleichheiten in der Gesellschaft hinweisen. Die Reaktion der Menschen auf die Predigt ist vielfältig: einige scheinen aufmerksam zuzuhören, andere wirken gelangweilt oder desinteressiert. Die junge Frau, die in der ersten Reihe sitzt, blickt mit einem skeptischen oder nachdenklichen Ausdruck auf den Priester, was eine kritische Haltung andeutet.
Die Szene könnte als ein Kommentar zur Rolle der Religion im Leben der einfachen Leute interpretiert werden. Sie könnte auch eine Reflexion über die Macht der Worte und die Bedeutung von Glauben und Gemeinschaft darstellen. Insgesamt vermittelt das Bild den Eindruck einer tiefgreifenden, wenn auch vielleicht widersprüchlichen, religiösen Erfahrung.