Mosselprom. Management Board: Moscow, Kalashny, 4/1. Sausage, pasta – nowhere except in the Mosselprom. (Tarkhov D.) Soviet Posters (1917-1941)
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Über dem Gebäude befindet sich ein Wappen, das eine stilisierte Elchdarstellung zeigt, möglicherweise als Symbol für die Region oder die Marke selbst. Die kyrillische Schrift, die den Namen Моссельпром (Mosselprom) und die Adresse des Verwaltungsgebäudes trägt, dominiert den oberen Bereich des Plakats und signalisiert die zentrale Botschaft der Werbung.
Im unteren Bereich des Plakats ist eine reiche Vielfalt an Konsumgütern dargestellt. Nudeln, Wurst, Zigaretten, Schokolade, Süßigkeiten, Getränke und andere Produkte türmen sich übereinander und erzeugen eine Fülle, die den Reichtum und die Verfügbarkeit von Waren suggerieren soll. Die Marken sind deutlich erkennbar, was die Authentizität und Qualität der Produkte unterstreichen soll. Der Slogan „Кроме как в Моссельпроме“ (Nur bei Mosselprom) verstärkt diesen Eindruck und verspricht Exklusivität.
Die Komposition des Plakats ist bemerkenswert. Die Gegenüberstellung des industriellen Gebäudes und der Fülle an Konsumgütern erzeugt eine Spannung, die auf den Widerspruch zwischen der Produktion und dem Konsum hinweist. Der Kontrast zwischen dem kalten, unpersönlichen Gebäude und den bunten, appetitlichen Produkten erzeugt eine visuelle Dynamik.
Die Farbgebung ist ebenfalls bezeichnend. Die roten und gelben Töne im Hintergrund und bei den Produkten erzeugen einen warmen, einladenden Effekt, der jedoch durch die kühlen Grautöne des Gebäudes und die dunkle Skyline relativiert wird.
Ein möglicher Subtext des Plakats liegt in der Darstellung des aufstrebenden Konsumismus in der Sowjetunion der 1920er Jahre. Während das Gebäude die industrielle Leistung und die staatliche Kontrolle symbolisiert, deuten die angebotenen Produkte auf eine zunehmende Verfügbarkeit von Gütern und eine neue Konsumkultur hin. Das Plakat könnte somit als eine Form der Propaganda verstanden werden, die die Errungenschaften des Sozialismus und die Verbesserung des Lebensstandards der Bevölkerung hervorheben soll. Gleichzeitig ist der überbordende Reichtum an Konsumgütern in Kontrast zur Realität vieler Bürger, was eine subtile Kritik an der Ungleichheit und den Einschränkungen des Systems andeuten könnte. Die Darstellung ist somit vielschichtig und lässt Raum für Interpretationen.