Before confession Alexey Korzukhin (1835-1894)
Alexey Korzukhin – Before confession
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Maler: Alexey Korzukhin
Ort: The State Tretyakov Gallery, Moscow (Государственная Третьяковская галерея).
Korzukhin ist ein russischer Künstler, der im Stil der Genremalerei arbeitet. Seine Gemälde zeichnen sich durch die Liebe zum Detail, die Leichtigkeit der Hand und die subtile Kenntnis der Lebensaspekte der verschiedenen Stände der damaligen Zeit - Bauern, Kaufleute und Adel - aus. Überall beschreibt er eine charakteristische Szene, ohne sich mythischen oder religiösen Themen zuzuwenden. Seiner Vorliebe für Vitalität ist es zu verdanken, dass er an der "Rebellion der Vierzehn" teilnahm, als vierzehn junge Künstler die Akademie der Schönen Künste verließen, um gegen Ungerechtigkeit zu protestieren. In diesem Jahr wurde die Akademie einhundert Jahre alt und veranstaltete einen Wettbewerb für das beste Gemälde.
Beschreibung des Gemäldes "Vor der Beichte" von Alexei Korzukhin
Korzukhin ist ein russischer Künstler, der im Stil der Genremalerei arbeitet. Seine Gemälde zeichnen sich durch die Liebe zum Detail, die Leichtigkeit der Hand und die subtile Kenntnis der Lebensaspekte der verschiedenen Stände der damaligen Zeit - Bauern, Kaufleute und Adel - aus. Überall beschreibt er eine charakteristische Szene, ohne sich mythischen oder religiösen Themen zuzuwenden.
Seiner Vorliebe für Vitalität ist es zu verdanken, dass er an der "Rebellion der Vierzehn" teilnahm, als vierzehn junge Künstler die Akademie der Schönen Künste verließen, um gegen Ungerechtigkeit zu protestieren.
In diesem Jahr wurde die Akademie einhundert Jahre alt und veranstaltete einen Wettbewerb für das beste Gemälde. Für alle Genremaler wurde das gleiche Thema gewählt: Das Fest in Walhalla. Nach mehreren Petitionen und Bitten, ein eigenes Thema wählen zu dürfen, verließen die freiheitsliebendsten Studenten, darunter auch Korsuchin, die Akademie für immer.
"Vor der Beichte" ist eines seiner berühmten Gemälde. Es stellt einen kleinen Tempel dar. Die Ikonen an den Wänden sind vergoldet. Die Kerzen in den Lampen und Leuchtern brennen. Hinter dem aufgestellten Paravent, der eine kleine Ecke abgegrenzt hat, wird ein Priester vorbereitet.
Vor der Leinwand sitzen Gemeindemitglieder, die beichten möchten. Ein paar gepflegte alte Damen mit Kopftüchern, ein alter Mann, eine junge Dame in reicher Kleidung, die mit aristokratischer Würde warten. Und die Kinder - ein wenig ängstlich, an die Erwachsenen gekuschelt, den letzten Anweisungen lauschend - vielleicht ist es für einige von ihnen die erste Beichte, und sie gehen schmerzhaft ihre Taten durch, suchen nach Sünden. Ist es eine Sünde, einen Nachbarn zu ohrfeigen, Fedka? Einen Apfel aus dem Obstgarten stehlen - eine Sünde?
Wartende Ringe liegen in der Luft, der Rest des Tempels ist im Halbdunkel verborgen - auch dort bewegen sich Menschen, aber man kann sie nicht so gut sehen und verstehen, was sie tun. Der Detailreichtum und die Mimik lassen das Bild lebendig werden. Sie können sich für jede Figur darin eine Geschichte ausdenken - oder besser noch ein Dutzend Geschichten.
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Der Pfarrer, in traditioneller Tracht mit einer hohen Kappe, sitzt im Beichtstuhl und scheint in tiefem Gespräch mit einem weiteren Kind versunken zu sein. Um ihn herum drängen sich weitere Personen, darunter ein älterer Mann, wahrscheinlich der Vater, und ein Mädchen, das dem Jungen in der Seitenlinie ähnelt. Sie alle scheinen in unterschiedlicher Weise von dem Moment der Beichte betroffen.
Der Raum selbst ist prunkvoll gestaltet, mit einer hohen, gewölbten Decke, kunstvollen Spiegeln und einer detaillierten Kanzel im Hintergrund. Die Beleuchtung ist gedämpft und atmosphärisch, wobei die Kerzenflammen eine warme und feierliche Stimmung erzeugen. Die Spiegel, die sich auf beiden Seiten des Beichtstuhls befinden, erzeugen eine interessante Perspektive und verstärken den Eindruck von Tiefe und Komplexität.
Die Komposition des Bildes lenkt die Aufmerksamkeit auf die menschlichen Figuren und ihre Interaktionen. Die subtile Darstellung der Emotionen – von der Erwartung und Nervosität der Kinder bis hin zur Würde und Gelassenheit des Pfarrers – verleiht der Szene eine besondere Tiefe.
Es liegt eine unterschwellige Spannung in der Luft. Die Beichtstunde ist ein intimes und persönliches Ritual, das hier vor den Augen anderer stattfindet. Der Künstler scheint die Ambivalenz dieses Moments einzufangen – die Pflicht, sich zu bekennen, die Privatsphäre des Beichtstuhls und die sozialen Erwartungen, die mit der religiösen Praxis verbunden sind. Die abgewandte Figur des Jungen deutet auf eine mögliche Rebellion oder ein Unbehagen gegenüber den Konventionen hin.
Die Farbgebung ist gedämpft und harmonisch, wobei dunkle Töne vorherrschen, die durch gelegentliche Lichtreflexe und warme Farbtupfer akzentuiert werden. Die Details der Kleidung und der Raumgestaltung zeugen von einer sorgfältigen Beobachtung und einem ausgeprägten Sinn für Realismus. Insgesamt vermittelt das Gemälde einen Eindruck von religiöser Hingabe, sozialer Ordnung und der Komplexität menschlicher Beziehungen innerhalb eines religiösen Kontextes.