Still Life of Flowers and Fruits in a Garden Franz Werner von Tamm (1658-1724)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Franz Werner von Tamm – Still Life of Flowers and Fruits in a Garden
Ort: Walters Art Museum, Baltimore.
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Der Blick wird sofort auf den überbordenden Blumengesteck im Vordergrund gelenkt. Er quillt aus einem kunstvoll verzierten Gefäß hervor, dessen Form sich in der Fülle der Blüten zu verlieren scheint. Die Blumen sind detailreich ausgearbeitet, wobei die einzelnen Blätter und Blütenblätter mit großer Sorgfalt wiedergegeben wurden. Die Komposition wirkt dynamisch; die Äste scheinen sich nach oben zu winden und den Raum zu füllen.
Am Fuße des Gefäßes liegt eine weitere Schicht von Früchten: Granatäpfel, Äpfel, Birnen und andere, weniger identifizierbare Sorten. Diese Früchte sind teilweise bereits geöffnet oder beschädigt, was einen Hauch von Vergänglichkeit in die Szene bringt. Ein Schneckenhaus, platziert am unteren Rand, verstärkt diesen Eindruck der flüchtigen Schönheit und des Verfalls.
Im Hintergrund erkennen wir eine Gartenlandschaft mit einer Struktur, die an ein kleines Gebäude oder eine Statue erinnert. Die Darstellung ist verschwommen und dient dazu, die Tiefe zu suggerieren und den Fokus auf das Vordergrundmotiv zu lenken. Der Himmel ist in einem blassen Blau gehalten, was einen Kontrast zur Wärme der Blumen und Früchte bildet.
Die Anordnung der Elemente deutet auf eine Reflexion über die Vergänglichkeit des Lebens hin. Die Schönheit der Natur wird gefeiert, aber gleichzeitig wird auch ihre Unbeständigkeit thematisiert. Das üppige Arrangement könnte als Metapher für Reichtum und Fülle interpretiert werden, während die verrottenden Früchte und das Schneckenhaus an die unausweichliche Zeit erinnern. Die Komposition erzeugt ein Gefühl von Überfluss und Sinnlichkeit, doch gleichzeitig schwingt eine melancholische Note mit, die den Betrachter zur Kontemplation anregt. Die sorgfältige Detailgenauigkeit und die lebendige Farbgebung verleihen dem Bild eine besondere Intensität und machen es zu einem eindrucksvollen Zeugnis der Naturbeobachtung und künstlerischen Meisterschaft.