31. The Arrest of Christ (Kiss of Judas) Giotto di Bondone (1266-1337)
Giotto di Bondone – 31. The Arrest of Christ (Kiss of Judas)
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Maler: Giotto di Bondone
Der florentinische Maler Giotto di Bondone war einer der ersten Künstler, der Judas den Verräter darstellte. Sein Gemälde des Padua-Zyklus Der Kuss des Judas ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Dieses berühmte Gemälde erzählt dem Betrachter von der Konfrontation zwischen Gut und Böse, von der Größe der Seele und der Niedertracht. Der gesamte Hintergrund der Leinwand ist ein dunkelblauer Himmel, zu dem Speere und brennende Fackeln emporragen.
Beschreibung des Gemäldes Der Kuss des Judas von Giotto di Bondone
Der florentinische Maler Giotto di Bondone war einer der ersten Künstler, der Judas den Verräter darstellte. Sein Gemälde des Padua-Zyklus Der Kuss des Judas ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Dieses berühmte Gemälde erzählt dem Betrachter von der Konfrontation zwischen Gut und Böse, von der Größe der Seele und der Niedertracht.
Der gesamte Hintergrund der Leinwand ist ein dunkelblauer Himmel, zu dem Speere und brennende Fackeln emporragen. Inmitten dieses Trubels stechen zwei Figuren im Profil hervor - Jesus Christus und sein Jünger Judas von Iskariot. Der Retter und der Verräter blicken in die Augen ihrer Gegner. Giotto ist hier sehr geschickt darin, die innere Welt der biblischen Figuren durch die Verwendung von Farben zu vermitteln. So hat Christus eine makellose Erscheinung von antiker Schönheit, aber Judas sieht hässlich aus, sein Gesicht mit der niedrigen Stirn eher unangenehm.
Man könnte sagen, dass Giottos Handlung für das Gemälde Der Kuss des Judas von der Geschichte des Evangeliums abgeleitet ist, in der der Jünger seinen Meister verrät. Giotto hat auf dem Fresko dargestellt, wie Judas Wachen herbeiruft, um seinen Lehrer zu ergreifen, ihn aber vorher heuchlerisch umarmt. Ringsum lodern Fackeln, Speere und Keulen blitzen auf und geben ein mitreißendes Bild ab. Die Menge ist in Aufruhr, die Spannung steigt. Zwei Gegensätze - das Erhabene und das Unmoralische - sind aufeinandergetroffen.
Mit Hilfe grafischer Elemente und malerischer Techniken gelang es dem Meister des Pinsels, alle Gefühle, die die Figuren in ihrem stummen Dialog erleben, subtil zu vermitteln. Die Gefühle der Gesprächspartner werden nur durch ihre Blicke und Gesten vermittelt.
Der Künstler versucht mit allen Mitteln, die Szene zum Leben zu erwecken: Er stellt die Figuren im Profil dar und nimmt sie mit in die Tiefe des Bildes. Giotto scheint das Publikum aufzufordern, seinen Platz im Bild einzunehmen, damit es seine Haltung zu den Ereignissen besser definieren kann.
Kenner der Werke Giottos halten seinen Kuss des Judas für eines der eindrucksvollsten Fresken mit dramatischem Thema.
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Die Komposition ist durch eine Vielzahl von vertikalen Linien geprägt, die durch die zahlreichen Speere und Lanzen der umstehenden Personen entstehen. Diese Linien verleihen der Szene eine gewisse Unruhe und Dynamik, verstärken aber auch das Gefühl der Bedrohung und des Konflikts. Einige der Männer, die die zentrale Gestalt umgeben, wirken bestürzt oder ängstlich, während andere eine Haltung der Entschlossenheit oder des Trotzes einnehmen. Die Gesichtsausdrücke sind detailliert wiedergegeben und tragen zur Intensität der Darstellung bei.
Der Hintergrund ist in ein tiefes, dunkles Blau getaucht, was die Szene zusätzlich hervorhebt und eine Atmosphäre der Schwere erzeugt. Ein brennender Fackeln, der am oberen Rand der Darstellung zu sehen ist, wirft ein flackerndes Licht auf die Ereignisse und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Schlüsselszenen der Betrugshandlung.
Ein subtiler Aspekt der Darstellung ist die Farbgebung. Während die zentrale Gestalt in Weiß dargestellt ist, was Reinheit und Unschuld symbolisieren könnte, kontrastiert dies mit den dunklen und kräftigen Farben der umstehenden Personen. Die Verwendung von Rot bei dem Mann mit dem roten Mantel könnte auf Leidenschaft, Verrat oder auch auf die Gefahr hinweisen, die mit der Situation verbunden ist.
Die Darstellung lässt vermuten, dass es sich um einen Moment der Verrat handelt, eine Zäsur, die den Beginn einer neuen Phase markiert. Die Nähe der Gestalten zueinander, die Anwesenheit der Waffen und die unterschiedlichen Gesichtsausdrücke deuten auf einen Konflikt hin, der bereits im Gange ist oder unmittelbar bevorsteht. Es liegt eine unterschwellige Spannung in der Luft, die den Betrachter in die Szene hineinzieht und ihn dazu anregt, die dahinterliegenden Motive und Konsequenzen zu ergründen.