Moonlight over Friedrichsgracht in the old Berlin Adolph von Menzel (1815-1905)
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Adolph von Menzel – Moonlight over Friedrichsgracht in the old Berlin
Ort: Old and New National Galleries, Museum Berggruen (Alte und Neue Nationalgalerie, Museum Berggruen), Berlin.
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Besondere Aufmerksamkeit erregen die zahlreichen Masten, die sich hoch in den Himmel erheben. Sie durchbrechen die Dunkelheit wie stumme Zeugen einer vergangenen Zeit, möglicherweise Schuppen oder Lagerhäuser am Wasser gelegen. Ihre vertikale Ausrichtung verstärkt das Gefühl der Enge und des Eingeschlossenseins.
Der Vordergrund wird von einem schlammigen Uferrand eingenommen, dessen Textur durch grobe Pinselstriche wiedergegeben wird. Holzstücke und Trümmer liegen verstreut herum, was einen Eindruck von Verfall und Vernachlässigung vermittelt. Die Farbpalette ist gedämpft und monochrom gehalten: Grautöne, Brauntöne und Schwarztöne herrschen vor, lediglich das Mondlicht erhellt die Szene in einem silbrigen Schimmer.
Die Komposition wirkt ruhig und kontemplativ, doch gleichzeitig liegt eine unterschwellige Melancholie in der Luft. Es entsteht ein Gefühl von Stille und Einsamkeit, verstärkt durch die Abwesenheit menschlicher Figuren. Die Darstellung des Mondlichts erzeugt eine gewisse Mystik und lässt Raum für Interpretationen. Man könnte hier einen Kommentar zum Vergehen der Zeit, zur Vergänglichkeit materieller Dinge oder zur Schönheit im Verfall sehen. Der Kanal selbst mag als Metapher für den Lauf der Geschichte dienen, während die umgebenden Gebäude die Spuren einer vergangenen Epoche dokumentieren. Insgesamt wirkt das Werk wie eine poetische Reflexion über einen Ort, der seine Blütezeit überschritten hat und nun in stiller Würde dem Verfall preisgegeben ist.