Last Judgement (before restoration 1990-94) Michelangelo Buonarroti (1475-1564)
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Michelangelo Buonarroti – Last Judgement (before restoration 1990-94)
Ort: Vatican Museums (fresco) (Musei Vaticani (murales)), Vatican.
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BEMERKUNGEN: 1 Ответы
Ich weiß nicht, vielleicht liege ich falsch, aber meiner Meinung nach haben die japanischen Restauratoren das Fresko zusammen mit der Decke beschädigt, indem sie alle Nuancen und Übergänge von Ton und Lichtschatten entfernt haben! Man sieht sich die Fotos vor der Restauration an und bewundert die lebendigen Schwingungen dieser feinen Halbtöne, die dem Bild eine Lebendigkeit verleihen. Alles wirkt weicher, sogar die Kontraste, und dynamischer im Fluss des Lichts. Auf den Fotos nach der Restauration hingegen fallen Flecken ins Auge, die Farben sind giftig und eintönig, was sie irgendwie an ein Plakat erinnert. Michelangelo hätte solche Entscheidungen bei seinen Werken wohl nicht getroffen, wie man anhand seiner Skulpturen sehen kann. Obwohl es sich um eine andere Technik und einen anderen Maßstab handelt... Auf den alten Fotos ist alles harmonischer und geschlossener in Bezug auf die Tonalität, obwohl es dort viele Notizen und Korrespondenzen gibt. Ich hoffe, dass dies (die Qualität des neuen Fotos) nur ein Effekt der Reproduktion ist!
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Unterhalb Christis entfaltet sich das Chaos der Gerichtsszene. Die Toten steigen aus ihren Gräbern empor, angeführt von der Figur der Maria, die in ihrer Trauer eine Mahnung an die menschliche Vergänglichkeit verkörpert. Sie wird von einer Vielzahl von Engeln begleitet, die die Seelen in den Himmel oder in die Hölle geleiten. Die Hölle, am unteren Bildrand abgebildet, ist eine düstere und qualvolle Szene, bevölkert von Dämonen und Verdammnen, die in den Abgrund gezogen werden.
Bemerkenswert ist die anatomische Detailgenauigkeit und die dynamische Darstellung der Körperbewegungen. Die Figuren sind kraftvoll und ausdrucksstark, ihre Gesichter spiegeln eine breite Palette von Emotionen wider: Angst, Hoffnung, Verzweiflung und Erleichterung. Die Farbgebung ist intensiv und kontrastreich, mit leuchtenden Gelb- und Rottönen, die die göttliche Strahlkraft und die Dramatik der Szene hervorheben. Die Verwendung von Licht und Schatten verstärkt den Eindruck von Tiefe und Bewegung.
Neben der offensichtlichen Darstellung des biblischen Gerichtstages lassen sich auch Subtexte erkennen. Die Darstellung der menschlichen Körper in idealisierter Form deutet auf eine Verehrung der Schönheit und der körperlichen Vollkommenheit hin. Gleichzeitig kann die Darstellung des Chaos und der Verzweiflung als eine Reflexion über die menschliche Existenz und die Fragilität des Lebens interpretiert werden. Die Anwesenheit historischer und mythologischer Figuren, darunter möglicherweise der Künstler selbst, fügt der Szene eine weitere Ebene der Bedeutung hinzu und deutet auf eine Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Schöpfer und Zeuge der Geschichte hin. Die gesamte Komposition wirkt wie ein visuelles Gedicht, das die großen Fragen des Lebens und des Todes thematisiert.