Marie Samary of the Odéon Theater Jules Bastien-Lepage (1848-1884)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Jules Bastien-Lepage – Marie Samary of the Odéon Theater
Ort: The Cleveland Museum of Art, Cleveland.
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Die Frau nimmt fast die gesamte Bildfläche ein. Ihr Blick ist direkt in die Betrachterrichtung gerichtet, was eine gewisse Selbstsicherheit und Distanz vermittelt. Die Haltung ist aufrecht, aber nicht steif; sie wirkt nachdenklich, vielleicht sogar leicht melancholisch. Das Kostüm – ein dunkles, samtiges Oberteil mit einer hellen Schal- oder Tuchbordierung – deutet auf eine Bühnenrolle hin, ohne jedoch spezifische Details preiszugeben. Der Hut, geschmückt mit floralen Elementen, verstärkt den Eindruck von Eleganz und Theatralik.
Die Farbgebung ist warm gehalten, dominiert von Rottönen und Brauntönen im Hintergrund, die einen Kontrast zur helleren Kleidung der Frau bilden. Die Malweise wirkt impressionistisch; Pinselstriche sind sichtbar und tragen zur Textur und Lebendigkeit des Bildes bei. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Umgang mit dem Licht: Es fällt weich auf das Gesicht und die Schultern der Dargestellten, wodurch bestimmte Züge betont werden – insbesondere die Augen, die einen Ausdruck von Intelligenz und Tiefe vermitteln.
Subtextuell könnte das Gemälde eine Reflexion über die Rolle der Frau im Theater oder in der Gesellschaft des späten 19. Jahrhunderts darstellen. Die Distanzierte Haltung und der nachdenkliche Blick lassen auf eine gewisse Ambivalenz schließen – zwischen dem Glamour der Bühne und den persönlichen Herausforderungen, die mit einer solchen Karriere verbunden sein könnten. Die angedeutete Umgebung, das Bücherregal, könnte zudem auf intellektuelle Interessen oder ein Bedürfnis nach Rückzug hindeuten. Insgesamt entsteht ein Bild von einer komplexen Persönlichkeit, die sowohl Stärke als auch Verletzlichkeit ausstrahlt.