Resurrexit, 1973 (200 Kb) Oil, acrylic, and charcoal Anselm Kiefer
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Anselm Kiefer – Resurrexit, 1973 (200 Kb) Oil, acrylic, and charcoal
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Der untere Bereich kontrastiert stark mit dem oberen. Hier sehen wir eine dichte, fast klaustrophobische Waldszene. Die Bäume sind nackt und skelettartig, ihre Äste ragen wie Finger in den grauen Himmel. Der Boden ist bedeckt mit Laub und Reisig, die Farbigkeit ist gedämpft, dominiert von Braun-, Grau- und Gelbtönen, die eine Atmosphäre der Stille und des Verfalls vermitteln. Ein leichter Dunst oder Nebel scheint durch den Wald zu ziehen, was die Szene zusätzlich unheimlich wirken lässt.
Am unteren Bildrand windet sich eine Schlange, deren Körper in kräftigen Rot- und Brauntönen gehalten ist. Sie bildet einen deutlichen Kontrast zu der monotonen Farbgebung des Waldes und zieht die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich.
Die Gegenüberstellung von Dachkonstruktion und Waldszene lässt Raum für vielfältige Interpretationen. Das Dach könnte als Symbol für Schutz, Geborgenheit oder eine Art Abgrenzung von der äußeren Welt verstanden werden. Der Wald hingegen repräsentiert möglicherweise das Unbekannte, das Unterbewusste oder eine Prüfung. Die Schlange, ein archetypisches Symbol für Versuchung, Gefahr oder aber auch für Transformation und Wiedergeburt, fügt der Komposition eine zusätzliche Ebene der Bedeutung hinzu.
Die Verwendung von Öl, Acryl und Kohle verleiht dem Werk eine raue, fast primitive Qualität. Die groben Pinselstriche und die Kohlezeichnungen verstärken den Eindruck von Wildheit und Unberührtheit. Insgesamt entsteht ein Werk, das eine düstere, introspektive Stimmung vermittelt und den Betrachter zu einer Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen des Lebens und des Seins anregt. Die Komposition wirkt spannungsgeladen, die Elemente stehen in einem ambivalenten Verhältnis zueinander und lassen die Frage offen, ob es sich um einen Ort der Erlösung oder der Verdammnis handelt.