An Elderly Woman Seated by a Window at her Spinning Wheel Eating Porridge Gerrit Dou (1613-1675)
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Gerrit Dou – An Elderly Woman Seated by a Window at her Spinning Wheel Eating Porridge
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In dieser Szene gibt es keine komplizierten Details: Eine alte Frau sitzt an einem Tisch, der mit einer blauen Tischdecke bedeckt ist, und isst Haferbrei aus einem Topf. Der Topf ist als Gefäß ungewöhnlich groß. Man sieht, dass er zerbrochen ist.
Dies wirft viele Fragen auf. Warum isst die alte Frau ihren Brei aus einem solchen Topf? Welcher Raum ist das, in dem sie sich befindet? Wie ist sie dorthin gelangt?
Auf diesem Bild sind folgende Dinge abgebildet: ein Haus aus Ziegeln, Holzdielen auf einem Steinfußboden, eine Treppe (die nach oben führt), ein Fass und ein Tisch. Auf dem Tisch liegt eine schöne, einfarbige Tischdecke, darauf ein Buch, ein Kessel (sauber, sogar glänzend) und ein Krug. All diese Gegenstände sprechen für ein vornehmes und gebildetes Leben, doch die folgenden Dinge im Raum widerlegen dies: Statt eines Stuhls sitzt die alte Frau auf einem Korb, der Topf, aus dem sie isst, ist zerbrochen, auf ihrem Schoß liegt ein verblasstes Tuch, eine alte Tasche hängt an der Wand, und auf dem Boden steht ein Besen. Und die alte Frau isst den einfachsten Haferbrei.
Warum der Künstler genau diese Szene darstellen wollte, ist nicht ganz klar. Aber wahrscheinlich wollte er edlen Armut darstellen. Und dieses Bild vermittelt sie mit absoluter Genauigkeit. Man sieht, dass das Wohlstand der alten Frau früher besser war – sie trägt eine Schal mit Fellbesatz, und es steht ein Fass (wahrscheinlich aus Wein) da. Aber jetzt muss sie sogar auf einem Korb sitzen, weil keine Stühle mehr vorhanden sind. Der leere Kessel, die leere Tasche – all das deutet auf Armut hin, die die alte Frau umgibt und zu diesem Leben geführt hat. Wahrscheinlich ist die Spindel neben dem Tisch die einzige Möglichkeit für sie, sich das Nötigste zu verdienen – den Haferbrei.
Es ist möglich, dass Gerard Dou die Bedeutung des Breis hervorheben wollte. Der Brei selbst mag nicht einmal aus Hafer bestehen, wie viele glauben, sondern es könnte ein anderes Getreide sein – Grieß, Reis oder etwas anderes. Brei ist ein sehr verbreitetes Gericht. Und es gibt unzählige Möglichkeiten, ihn zuzubereiten – mit Wasser oder Milch, auf dem Herd oder über offenem Feuer, mit Zusätzen oder ohne.
Der große Topf und der großen Löffel deuten auf einen guten Appetit der alten Frau hin. Aber aus dem Fenster scheint ein helles Licht, was bedeutet, dass die Zeit zum Mittagessen naht, und der Haferbrei wird nicht ihrem Wohlbefinden schaden.
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Die Frau, gekleidet in ein blaues Kleid und graue Wendejacke, befindet sich in unmittelbarer Nähe eines Spinnrades. Sie hält eine Schüssel in der Hand und scheint aus dieser zu essen, möglicherweise Haferbrei. Ihr Blick ist auf den Inhalt der Schüssel gerichtet, und sie raucht eine Pfeife. Die Pose und die Handlung wirken unspektakulär, fast alltäglich, doch gerade diese Einfachheit erzeugt eine besondere Wirkung.
Der Raum ist spärlich eingerichtet. Im Hintergrund steht ein Fass, und links vom Tisch sind verschiedene Gefäße und Werkzeuge platziert, darunter ein Vogelkäfig und ein Buch. Eine Besenlehne lehnt an der Wand. Diese Gegenstände deuten auf ein einfaches, arbeitsames Leben hin. Die Anordnung der Objekte wirkt jedoch nicht zufällig, sondern trägt zur Gesamtkomposition bei und lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters zurück zur Frau.
Die tiefe Dunkelheit im Hintergrund verstärkt die Isolation der Frau und betont ihre Präsenz im Lichtkegel. Der Kontrast zwischen Licht und Schatten erzeugt eine Atmosphäre der Stille und Besinnlichkeit. Es liegt eine gewisse Melancholie über der Szene, die sich aus der Darstellung der älteren Frau, ihrer einfachen Lebensumstände und der Einsamkeit, die sie ausstrahlt, ergibt.
Die Malerei scheint eine Reflexion über die Vergänglichkeit des Lebens und die Schönheit des Alltäglichen zu sein. Die Frau verkörpert die stille Würde des Alters und die Akzeptanz des eigenen Daseins. Die Szene vermittelt ein Gefühl der Intimität und Einblick in das Privatleben einer einfachen Person. Es ist weniger eine Darstellung einer bestimmten Handlung als vielmehr eine Momentaufnahme, die den Betrachter zum Nachdenken anregt. Die unspektakuläre Natur der Szene macht sie gerade deshalb so eindrücklich.