„Sayonara Tsvetolina!“ von Asya Lavrinovich, Zusammenfassung
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Diese Geschichte über die erste Liebe und die Suche nach dem eigenen Platz in einer neuen Gruppe entstand 2018. Das Buch behandelt offen Themen wie Mobbing in der Schule, Ängste im Teenageralter und die Fähigkeit, die eigenen Grenzen zu wahren. Die Autorin entführt die Leser nach St. Petersburg, wo die Hauptfigur mit den harten Realitäten des Erwachsenwerdens und der Notwendigkeit, moralische Entscheidungen zu treffen, konfrontiert wird.
Umzug und ein neues Leben
Olya Vorobyova zieht mit ihren Eltern von einer kleinen Provinzstadt in eine Großstadt. Der Umzug fällt der Familie schwer. Das Verhältnis zwischen ihrer Mutter, Ksenia Borisovna, und ihrem Vater, Juri Michailowitsch, bleibt kühl und angespannt. Die Erwachsenen verschweigen ihrer Tochter die wahren Gründe für ihren überstürzten Umzug. Olya spürt diese Heuchelei und kämpft mit der Familienkrise.
Am Silvesterabend beginnt Olya die zehnte Klasse an einer neuen Schule. Olya ist unsicher wegen ihres Aussehens. Sie trägt ihr Haar lang, oft offen, und möchte lieber unauffällig bleiben. Außerhalb des Biologieunterrichts lernt die Neue die aufgeweckte und selbstbewusste Blondine Rina Sinitsyna kennen. Rina nimmt Olya unerwartet unter ihre Fittiche. Schnell erhält sie den liebevollen Spitznamen „Spatz“ und fühlt sich in der Schulgemeinschaft sofort wohl.
Soziale Hierarchie der zehnten Klasse
Die neue Klasse unterliegt einem strengen Verhaltenskodex. Die gesamte Macht liegt in den Händen dreier beliebter Jungen: Wadik Filimonow, Gleb Lisin und Jegor Wlassow. Sie diktieren ungeschriebene Regeln und bestrafen jeden, der sie bricht, aufs Schärfste. Schenja Potuptschik gilt als der größte Außenseiter der Klasse. Einst war er Jegor Wlassows bester Freund, doch aufgrund eines alten Verrats wurde er zum Ziel von Mobbing.
Rina ermahnt Olya eindringlich, sich von Potupchik fernzuhalten. Ein Verstoß gegen diese Regel droht mit dem sofortigen Ausschluss aus der beliebten Clique. Tsvetolina Konstantinova hält sich von allen anderen fern. Sie ist ein unabhängiges und stolzes Mädchen, das sich nicht scheut, Filimonov die Stirn zu bieten. Olya beobachtet ihre Klassenkameraden interessiert und versucht, die verborgenen Motive hinter ihrem Handeln zu ergründen.
Die Stimmung im Klassenzimmer ist angespannt. Yulia Igoshina leidet unter Vadik Filimonovs Aggressionen und verletzenden Witzen. Sie weint unter der Treppe, erträgt aber weiterhin die Demütigungen. Tsveta bezeichnet Filimonov als typischen Gewalttäter und rät Yulia, sich zu wehren. Olya ist schockiert über die Grausamkeit ihrer Mitschüler und deren Unfähigkeit, den Schmerz anderer anzuerkennen.
Mysteriöser Gesprächspartner im Internet
Olyas Leben nimmt eine unerwartete Wendung. Sie erhält anonyme Nachrichten von einem mysteriösen Verehrer namens „K“. Der Fremde schreibt ihr romantische Nachrichten, bietet ihr in schwierigen Zeiten Unterstützung an und gesteht ihr seine tiefen Gefühle. Er verspricht, ihr mit einem Stapel Papier zu begegnen, um seine Identität preiszugeben. Olya fühlt sich zu diesem virtuellen Gesprächspartner hingezogen und versucht verzweifelt, ihn unter ihren Klassenkameraden zu identifizieren.
Rina und die anderen Mädchen sind überzeugt, dass der geheimnisvolle Romeo Gleb Lisin ist. Gleb zeigt tatsächlich zunehmend Interesse an Olya. Er begleitet sie nach der Schule nach Hause, scherzt mit ihr und versucht auf jede erdenkliche Weise, ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Das neue Mädchen ist ratlos. Gleichzeitig bemerkt sie Zhenya Potupchiks intensiven Blick. Er ist ruhig und zurückhaltend, doch in seiner Nähe fühlt sich Olya ruhig und selbstsicher.
Olya ignoriert Rinas Warnungen. Sie beginnt heimlich mit Zhenya zu kommunizieren. Es stellt sich heraus, dass Potupchik ein intelligenter, belesener und edler Mann ist. Er erzählt Olya von seinen Hobbys und teilt seine tiefsten Gedanken mit ihr. Olya erkennt, dass Zhenya Opfer ungerechter Verleumdung geworden ist. Olya verliebt sich in ihn, hat aber Angst, es sich selbst einzugestehen.
Familiengeheimnisse und Schulintrigen
Die Situation zu Hause spitzt sich weiter zu. Großmutter Tamara Wassiljewna versucht vergeblich, ihre Eltern zu versöhnen. Olja entdeckt zufällig die Wahrheit über den Umzug. Juri Michailowitsch steckt in ernsten finanziellen Schwierigkeiten. Die Familie steht kurz vor dem Bankrott. Olja ist tief betroffen vom Zerbrechen ihrer Illusionen und wütend auf ihre Eltern wegen ihrer ständigen Lügen.
Auch in der Schule braut sich etwas zusammen. Rina entdeckt, dass Olya sich zu Zhenya Potupchik hingezogen fühlt. Sinitsyna stellt ihre Freundin zur Rede. Es stellt sich heraus, dass Rina selbst egoistische Ziele verfolgt. Sie wollte Zhenyas Kontakte nutzen, um Yegor Vlasov näherzukommen. Olya ist schockiert über den Zynismus ihrer Freundin und beendet die Freundschaft. Das neue Mädchen verliert ihren Status als beliebteste Schülerin und findet sich isoliert wieder.
Tsveta steht Olya in dieser schweren Zeit bei. Die Mädchen freunden sich eng an. Tsvetolyna erzählt ihre Geschichte. Auch sie hat Verrat und Täuschung erlebt. Olya lernt von Tsveta, unabhängig zu sein und sich nicht von den Meinungen anderer beeinflussen zu lassen.
Der Schluss und die Neujahrswunder
Der Silvesterball steht vor der Tür. Die Schule ist voller Vorfreude. Olya wartet darauf, dass ihr geheimnisvoller Verehrer endlich seine Identität preisgibt. Gleb Lisin bittet das neue Mädchen zum Tanz, doch sie lehnt ab. Ihr wird klar, dass sie nur Gefühle für Zhenya hat.
Der Höhepunkt der Geschichte ereignet sich auf einer Schuldisco. Olya rennt in einen leeren Flur. Dort trifft sie auf Zhenya Potupchik. Er hält einen Stapel bedruckter Blätter Papier in der Hand. Olya erinnert sich an das Versprechen ihres virtuellen Begleiters. Zhenya gibt zu, dass er sich hinter dem Spitznamen „K“ versteckt hatte. Er hatte ihr Hunderte von Nachrichten geschickt, weil er sich aufgrund seines Außenseiterstatus nicht getraut hatte, sie im echten Leben anzusprechen.
Olya ist glücklich. Sie umarmt Zhenya und erwidert seine Gefühle. Das Paar kehrt in die Halle zurück und ignoriert das Getuschel und die verstohlenen Blicke ihrer Mitschüler. Olya fürchtet die Meinung anderer nicht länger. Sie hat ihre Entscheidung getroffen und ist bereit, ihr Recht auf Glück zu verteidigen.
Auch Tsvetolina findet die Liebe. Am Ende des Buches steht sie auf einem verschneiten Schulhof und drückt Blätter Papier fest an ihre Brust. Gleb Lisin starrt sie angespannt durch den fallenden Schnee an. Er lacht erst erleichtert auf, als Tsvetolina ihn zuerst anlächelt. Alte Konflikte gehören der Vergangenheit an. Die Figuren verabschieden sich von ihren Ängsten und ihrem Groll und gehen hoffnungsvoll ins neue Jahr.
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