„Sommerpläne“ von Asya Lavrinovich, Zusammenfassung
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Dieses Buch erzählt die Geschichte eines siebzehnjährigen Mädchens über das Erwachsenwerden, familiäre Schwierigkeiten, erste starke Gefühle und die Suche nach dem eigenen Weg. Es erschien 2024. Das Werk erkundet das paradoxe Gefühl der Einsamkeit der Hauptfiguren inmitten einer intakten Familie, in der die Erwachsenen völlig in Wissenschaft und ihre eigenen Beziehungen vertieft sind und die Kinder sich selbst überlassen. Musik begleitet die Jugendlichen in jeder Phase ihrer Entwicklung und unterstreicht die raschen Stimmungsschwankungen.
Schulalltag und familiäre Schwierigkeiten
Katya Kanaeva steht kurz vor dem Abschluss der elften Klasse und ist ständig gestresst. Sie versucht, ihre schlechte Physiknote aufzubessern, die ihre gesamten Ferien und eine mögliche Auslandsreise zu ruinieren droht. Während sie mit ungelösten Hausaufgaben auf dem Sofa liegt, hört sie ein verdächtiges Kratzen im Türschloss. Ihr älterer Bruder Vova stürmt in die Wohnung. Er kommt schwer verprügelt zurück, mit geschwollener Nase, tiefen Prellungen im Gesicht und einem schmerzhaft ausgekugelten Finger. Seine helle Jacke ist stark mit Schlamm befleckt. Vova, der auf Drängen seines Großvaters seit seiner Kindheit professioneller Sambo-Kämpfer ist, macht seiner Schwester große Angst. Sie beginnt sofort, ihren Bruder zu befragen, was passiert ist, und versucht aufrichtig, ihm so gut wie möglich zu helfen. Vova versucht, die wahren Gründe für die Schlägerei zu verschleiern und weicht seinen Fragen aus, aber Katya kann nicht ruhig bleiben, als sie ihren geliebten Bruder leiden sieht.
Dieser Vorfall verdeutlicht eindrücklich die enge Bindung zwischen Bruder und Schwester. Da ihre Eltern oft abwesend sind, müssen sie sich ständig umeinander kümmern. Die älteren Kanajews verbringen ihre Zeit bevorzugt mit längeren Forschungsaufenthalten in Kenia. Die Erwachsenen widmen den Großteil ihrer Zeit wichtigen Forschungsprojekten und ihren Liebesbeziehungen und vernachlässigen dabei ihre Kinder. Bruder und Schwester lernen, ihren Alltag völlig selbstständig zu meistern.
Einsamkeit und die Suche nach neuen Sinn
Katya leidet sehr unter dem Mangel an Kontakt zu ihren Mitschülern. Ihre einzige enge Freundin, Dina, distanziert sich immer mehr und bricht jeglichen Kontakt ab. Dinas Freund verbietet ihr kategorisch jeglichen Kontakt zu Katya und beraubt die Protagonistin so ihrer gewohnten freundschaftlichen Unterstützung in schwierigen Zeiten. Ihre ehemaligen Freunde teilen ihre Geheimnisse nicht mehr mit ihr, was Katya ein tiefes Gefühl der Leere hinterlässt. Diese erdrückende Einsamkeit veranlasst die Schülerin, verzweifelt nach neuen Kontakten in der Schule zu suchen. Ihr Blick fällt auf den Musterschüler der Schule, David Perov.
Der junge Mann hat eine wunderschöne Stimme und ist bei allen Mädchen der Schule äußerst beliebt. Katya beschließt, ihre Schüchternheit zu überwinden und meldet sich mutig zum Vorsingen für die Schulband an, um ein Duett mit David zu singen. Sie hofft inständig, dem Mann, in den sie schon lange verliebt ist, näherzukommen. Trotz ihrer panischen Angst vor öffentlichen Reden wagt sie diesen entschlossenen Schritt.
Enttäuschung über ein Schulidol
Der Versuch, David näherzukommen, scheitert schnell. Ihr Bruder Vova und sein bester Freund Matvey Maltsev warnen Katya eindringlich davor, zu viel Kontakt zu ihrem Schulidol aufzunehmen. Anfangs glaubt Katya ihnen kein Wort, geblendet von dem idealisierten Bild des talentierten Solisten. Doch schon bald holt sie die harte Realität ein und zerstört ihre schönen Illusionen.
David entpuppt sich als ein völlig anderer Mensch, dem all die wunderbaren spirituellen Eigenschaften fehlen, mit denen Katja ihn in ihren Fantasien so großzügig ausgestattet hatte. Die Heldin bereut zutiefst ihre übereilte Entscheidung, mit ihm auf der Bühne zu stehen. Diese schmerzliche Enttäuschung zwingt sie, ihre idealisierten Ansichten über die Menschen um sie herum ernsthaft zu hinterfragen. Sie lernt, das wahre Wesen eines Menschen hinter der attraktiven Fassade zu erkennen.
Neue Bekanntschaften und Versöhnungen
Währenddessen entwickelt sich Vovas Liebesbeziehung zu seiner Freundin Sonja Averina rasant. Anfangs hegt Katja eine starke Abneigung gegen die Auserwählte ihres Bruders, da sie sie als Außenseiterin in ihrem kleinen Familienkreis betrachtet. Mit der Zeit finden die beiden Mädchen jedoch Gemeinsamkeiten und werden zu echten Freundinnen. Sonja bewundert die malerische Natur und überschüttet alle um sich herum mit Komplimenten. Ein unvergessliches Erlebnis ist der fröhliche Ausflug der ganzen Gruppe zur wunderschönen Hochzeit des Paares Kukuschkin. Die Feier findet im Freien statt, in einem weitläufigen Waldgebiet, das mit frischen Blumen und leuchtenden Girlanden geschmückt ist.
Matvey geleitet seine Freunde höflich durch ein hübsches Weidentor zu der ausgelassenen Feier. Sonja leidet ständig unter ihren hohen Absätzen, die immer wieder im feuchten Boden einsinken. Katja ist überglücklich mit ihrer klugen Entscheidung, weiche, bequeme Ballerinas zu tragen. Die Jungen amüsieren sich prächtig, machen Witze und lachen herzhaft. Sonja fühlt sich in dieser fröhlichen Gesellschaft immer wohler und lässt allmählich die quälende innere Anspannung los.
Der Schmerz abgelehnter Kinder
Das Thema der Beziehung zwischen den Generationen zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Katjas und Vowas Eltern brechen erneut zu einer langen Geschäftsreise ins Ausland auf. Die Abschiedsszene am gelben Taxi löst bei dem zerbrechlichen Mädchen einen wahren Sturm negativer Gefühle aus. Sie fühlt sich völlig verlassen, für ihre Eltern völlig überflüssig. Auch Matvey leidet sehr unter der schwierigen, bedrückenden Atmosphäre in seiner Familie. Schreckliche, beängstigende Dinge geschehen regelmäßig hinter verschlossenen Türen.
Ein gemeinsamer seelischer Schmerz schweißt die jungen Leute zusammen. Matwei besucht die Kanajews oft und findet in ihrer ruhigen Wohnung die lang ersehnte Geborgenheit. Er genießt die seltenen Momente der Ruhe im Kreise seiner treuen Freunde. Katja und Wowa hegen lange Groll gegen ihre egoistischen Eltern, erkennen aber allmählich die dringende Notwendigkeit, mutig ihr eigenes, unabhängiges Leben aufzubauen. Wowa entscheidet sich entschlossen für sein persönliches Glück mit Sonja und lässt alte Kindheitswunden endgültig hinter sich.
Unerwartetes Geständnis
Das Finale dieser berührenden Geschichte spielt sich an einem stillen, regnerischen Abend ab. Katja verspürt nach dem erneuten überstürzten Abschied ihrer Eltern eine tiefe, hoffnungslose Apathie. Unerwartet kommt Matvey zu Besuch. Der junge Mann gesteht ihr offen, dass er seit seiner frühen Kindheit unglaublich tiefe Gefühle für sie hegt. Geduldig wartete er darauf, dass sie beide etwas älter würden. Er wollte groß und stark werden, um dem Mädchen, das er liebte, ebenbürtig zu sein und keine Angst mehr vor seinem älteren Bruder Vova zu haben.
Katya nimmt sein aufrichtiges Geständnis mit unendlicher Freude und unglaublicher Erleichterung an. Wie sich herausstellt, hatte Matvey jahrelang davon geträumt, mit ihr zu singen. Voller Hoffnung lädt er das talentierte Mädchen ein, beim anstehenden großen Festival im Juli als Solistin in seiner Band aufzutreten. Katya sagt sofort zu und erkennt endlich ihr enormes stimmliches Potenzial. Sie überwindet ihre langjährige Bühnenangst endgültig.
lang ersehntes Glück
Das junge Paar küsst sich zärtlich im dunklen Flur einer geräumigen Wohnung, untermalt vom behaglichen, gleichmäßigen Geräusch des Wasserkochers in der Küche. Draußen prasselt ein warmer Sommerregen laut auf die Metallgardinenstange. Katya ist sich sicher, dass ein unglaublich ereignisreicher und interessanter Sommer vor ihr liegt. Sie plant bereits eifrig eine Reise zu ihrer geliebten Großmutter in ein ruhiges, abgelegenes Dorf. Voller Vorfreude träumt sie davon, mit dem Zug zu fahren, selbstbewusst auf einer großen Bühne aufzutreten und von einem offenen Balkon aus einen wunderschönen Sternschnuppenregen zu beobachten.
Sie weigert sich kategorisch, ihre schöne Jugend mit leeren Sorgen über die kalte Gleichgültigkeit ihrer Eltern zu vergeuden. Sie umarmt Matvey fest und spricht voller Überzeugung den wichtigsten Gedanken ihres noch jungen Lebens aus: Wahres menschliches Glück liegt in der einfachen Fähigkeit, zu Hause auf jemanden zu warten und mit absoluter Gewissheit zu wissen, dass dieser auch auf einen wartet.
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