Eine Zusammenfassung von Sergei Lukyanenkos „Genom“
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„Genom“ ist ein Roman von Sergei Lukjanenko, der 1999 geschrieben und im selben Jahr von AST veröffentlicht wurde. Die Geschichte spielt in ferner Zukunft, in der die Menschheit die Galaxie erobert hat und sich in zwei Klassen gespalten hat: „Spezialisten“ – Menschen, die bereits vor ihrer Geburt genetisch für einen bestimmten Beruf programmiert wurden – und „Naturmenschen“, die keine Transformation durchlaufen haben. Spezialisten erlangen übermenschliche Fähigkeiten durch Wahlfreiheit: Ihre Persönlichkeit, Emotionen und Talente sind vollständig einem einzigen Ziel untergeordnet – das perfekte Werkzeug ihres Handwerks zu sein. Lukjanenko betrachtet diese Welt durch das Prisma eines Kriminalromans und einer Space Opera.
Alex und Kim
Der Protagonist, Meisterpilot Alexander Romanov, wird nach fünfmonatiger Behandlung aus dem Krankenhaus auf dem Industrieplaneten Merkur Donets entlassen: Ein schwerer Unfall hat seinen Körper fast zerstört. Er hat kein Geld, keinen Vertrag und keine Kontakte. Sein Begleiter ist ein Kolloid-Tattoo auf seiner Schulter, ein kleiner Kobold namens Bes, der als Stimmungsscanner fungiert: Ein in die Haut implantierter Flüssigkristallbildschirm zeigt die Stimmung des Trägers anhand der Gesichtsausdrücke der gezeichneten Kreatur an.
An seinem ersten Abend in Freiheit trifft Alex auf Kim, eine fünfzehnjährige Prostituierte ohne Papiere, Geld und Obdach. Mittellos und hungrig schlägt sie einen betrunkenen Schläger mit drei gezielten Hieben ihres Yu Dao nieder. Alex lädt sie zum Essen ins McRobbins ein und bemerkt, dass sie die übliche Mahlzeit bestellt: Fette, Proteine, Kohlenhydrate, Vitamine und Wasser – nichts weiter. Ihm wird klar, dass Kims Verwandlung gestört ist, dass sie das Puppenstadium längst hinter sich gelassen hat und ihr Körper kurz vor der eigentlichen Verwandlung steht.
Puppenstadium
Alex mietet ein billiges Zimmer im Hilton Hotel und pflegt das Mädchen die ganze Nacht gesund: Blutungen, Fieber, Bewusstlosigkeit, eine zweite Welle der Umstrukturierung. Kims Herzschlag verlagert sich in die Mitte ihres Brustbeins – ein vernünftiger Schutz für eine Kämpferin, die möglicherweise auf das Herz geschossen wird. Mitten in ihrer Trance zieht das Mädchen einen schweren, klaren Kristall aus einer Ledertasche an ihrem Bauch und bittet Alex inständig, ihn zu behalten.
Auf Sternenkreuzern und in planetaren Rechenzentren wird ein Gelkristall mit fünf Zentimetern Basis verwendet – vermutlich gibt es auf dem gesamten Merkur-Donets nicht mehr als fünf oder sechs davon. Alex überprüft die öffentlichen Polizeiakten und entdeckt, dass vor zehn Jahren ein Basiskristall vom Militärkreuzer Tron gestohlen wurde und seither nicht wiedergefunden wurde.
Während Kim sich erholt, erhält Alex ein unwiderstehliches Angebot: die Position des Kapitäns und Piloten des Raumschiffs „Mirror“, mit zwei Monaten Gehaltsvorschuss und dem Recht, seine eigene Crew zusammenzustellen. Die Reederei „Sky“ ist so gut wie unbekannt, und es gibt keinerlei Details – das Angebot klingt zu gut, um wahr zu sein. Doch Alex hat keine Wahl und unterschreibt.
Das Spiegelschiff und Edgars Geschichte
Die „Spiegel“ entpuppt sich als multifunktionales Raumschiff mit Biohülle, hochentwickelten Waffensystemen und exzellenten Triebwerken. Alex stellt eine Crew zusammen und nimmt Kim mit. Während der Reise erzählt sie ihm die Geschichte von Edgar, einem Jungen, dessen Bewusstsein in einem Kristall gespeichert ist.
Edgar wurde als einzigartiger Genotyp-Designer erschaffen – ein Mensch, der die genetischen Programme anderer Spezialisten gestalten konnte. Die Regierung des Planeten Eden entschied, dass er keinen physischen Körper benötigte: Sein Geist wurde als Kind in einen Kristall übertragen, in der Hoffnung, so ungestört Höchstleistungen erbringen zu können. Edgar wuchs in virtuellen Welten auf, drang eigenständig in das gemeinsame Informationsnetzwerk ein und fand Kim. Er überzeugte den Laborroboter, ihm den Kristall auszuhändigen und die Anlage zu zerstören – sodass alle Edgar für tot hielten. Kim trug den Kristall in einem Geheimfach an ihrem Körper, bis ihre Mutter ihn zufällig entdeckte und die Polizei alarmierte. Was folgte, war eine Flucht und ein Leben in Armut auf den Merkur-Donets.
Alex verbindet den Kristall mit dem Schiffsterminal, wobei die Steuerschaltungen deaktiviert sind: Der Kristall erhält Strom und greift auf das Informationsnetzwerk zu, kann aber nicht in die Schiffssysteme eingreifen. Alex betritt Edgars virtuelle Welt und ist von dessen Genie überzeugt – doch irgendetwas an dem Verhalten des Jungen und seiner Umgebung wirkt unnatürlich.
Die Zigu-Delegation und der Mord an Bord
Die Reise der Mirror ist besonders: Sie befördert eine Delegation der Zigu, einer nicht-humanoiden Rasse mit eigenen politischen und wirtschaftlichen Interessen im Imperium. Fast unmittelbar nach Eintritt in den Hyperraum kommt es beinahe zu einer Kollision zwischen einem anderen Schiff und der Mirror – die Route hätte damit enden können, dass die Zigu von der Brownie-Zivilisation gefangen genommen würden. Nur dem schnellen Eingreifen der Spezialnavigatorin Janet ist eine Kollision zu verdanken.
Schon bald wird einer der Zigu tot aufgefunden – ein brutaler, demonstrativer Mord. An Bord wird eine Untersuchung eingeleitet. Detective Specialist Peter Ka-44 Valk, der sich Sherlock Holmes nennt, trifft ein: ein Klon, programmiert für Ermittlungsarbeit und mit dem literarischen Helden eng verbunden. An seiner Seite ist Jenny Watson, eine Naturärztin vom Planeten Zodiac, die aus journalistischen Gründen mitspielt, aber fest an die Gerechtigkeit ihrer gemeinsamen Sache glaubt.
Holmes verdächtigt nacheinander jeden, einschließlich Alex selbst. Er führt eigene Ermittlungen durch und gelangt zu einer beunruhigenden Schlussfolgerung: Die Gelanzüge an Bord machen herkömmliche forensische Methoden nutzlos – der Mörder kehrt spurlos zur Luftschleuse zurück, und die Waffe besteht aus dem Material des Anzugs selbst und löst sich bei der Reinigung spurlos auf.
Der Genetiker Garlitsky und die Auflösung
Nach und nach wird deutlich, dass Edgar von einem bestimmten Genetiker erschaffen wurde – Garlitsky. Er war es, der unerlaubt Änderungen an Kims Programm vornahm: Die versteckte Ledertasche an ihrem Bauch war sein Werk und nicht Teil der Standardvorgaben. Garlitsky kontaktierte Kim unter falschem Namen und überzeugte sie, ihm zu helfen, seinen physischen Körper wiederzuerlangen – sein Bewusstsein hatte lange Zeit ohne Fleisch existiert.
Alex bittet Edgar, einen Blocker zu entwickeln – eine Substanz, die die emotionalen Anpassungen eines Spezialisten vorübergehend deaktiviert. Der Grund ist persönlicher Natur: Kim liebt Alex nicht aus freiem Willen, sondern aufgrund genetischer Programmierung. Ihre Spezialisierung liegt nicht im Kampf, sondern in etwas grundlegend anderem: Sie ist eine Spezialistin für Liebe, die ihre Gefühle für die Person, die ihr Körper auserwählt hat, nicht unterdrücken kann, bis diese erwidert werden. Alex hingegen, als Spezialpilot, ist zu wahrer Liebe unfähig: Sein emotionales Spektrum ist zugunsten professioneller Reaktionen eingeschränkt. Edgar meistert diese Situation mit Bravour.
Mithilfe eines synthetischen Blockers entlarvt Alex den Mörder – einen Spezialagenten, der sich unter falscher Identität in die Crew eingeschleust hatte. Der Mörder wird festgenommen und nach imperialem Recht hingerichtet; ein Crewmitglied wird bei dem anschließenden Gefecht schwer verletzt.
Kim ist von ihrem Zwang befreit. Edgar kann nun nach einem Weg suchen, seinen Körper zurückzuerlangen. Alex bleibt am Steuer der Mirror – ein Kapitän, der den Auftrag aus Verzweiflung angenommen hat und sich nun in einem Fall wiederfindet, der von den Geheimnissen anderer Menschen umwoben ist.
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