„Die erste Kavallerie“ von Valentin Yezhov, Zusammenfassung
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Valentin Yezhovs Werk beschreibt die Kampfgeschichte einer Kavallerieeinheit im Russischen Bürgerkrieg. Der Text entstand Anfang der 1980er Jahre. Das bemerkenswerteste Merkmal des Buches ist die realistische Darstellung des Alltags. Der Autor konzentriert sich auf die psychologischen Porträts einfacher Soldaten und schildert ihren Alltag an der Front.
Auf Grundlage dieses Drehbuchs drehte Regisseur Wladimir Ljubomudrow einen aufwendigen Spielfilm. Die Dreharbeiten fanden im sowjetischen Mosfilm-Studio statt. Der Film kam 1984 in die Kinos und vermittelt die angespannte Atmosphäre der damaligen Zeit eindrücklich.
Ankunft der roten Einheiten in der Stadt
Ein Regiment der Roten Kavallerie besetzt rasch eine ruhige Provinzstadt. Der Aufklärungskommandant und erfahrene Kämpfer Matwei erkundet die leeren, unbefestigten Straßen. Die Bewohner verstecken sich in ihren Häusern. Matwei reitet in den Hof eines geplünderten Anwesens und nimmt vier Gefangene. Es handelt sich um einen alten zaristischen General, einen Gendarmeriehauptmann, einen orthodoxen Priester und einen kräftigen Bürger.
Matvey geleitet die Gefangenen zur Stadtkirche. Auf dem Kirchhof zwingt er sie, ihre eigenen Gräber zu schaufeln. Gehorsam nehmen sie die Schaufeln auf. Der Hauptmann erklärt, er fürchte den Tod nicht. Matvey weigert sich, sie sofort zu erschießen, und verspricht seinen Feinden ein langes, qualvolles Leben. In der düsteren Kirche angekommen, befiehlt der Kavallerist dem Glöckner, die Glocken zu läuten.
Zeremonieller Marsch und Beerdigung
Die 1. Kavalleriearmee zieht unter Glockengeläut in die Stadt ein. Semjon Budjonny und Kliment Woroschilow reiten an der Spitze einer langen Kolonne. Die Regimenter präsentieren eine unglaubliche Vielfalt an Uniformen. Marschlieder erklingen. Auf dem Platz bricht spontan ein Fest aus. Ein Akkordeon erklingt. Die strenge Amme Polinka fordert Budjonny zum Tanz auf. Der Armeekommandant tanzt ausgelassen mit einem Mädchen. Budjonnys Ehefrau Nadeschda Iwanowna beobachtet das Treiben eifersüchtig.
Die Feierlichkeiten enden jäh mit dem klagenden Klang von Trompeten. Die Leichen der gefallenen Kommandeure werden auf Artilleriewagen herbeigetragen. Budjonny hält am offenen Grab eine strenge Rede und schwört, alle Reichen auszurotten. Woroschilow ruft die Einwohner auf, revolutionäre Komitees zu bilden, die die Stadt regieren sollen.
Alltag von Soldaten und Kommandeuren
Die Armee macht eine kurze Pause. Artillerist Andrei Dobrow beschlagnahmt Stoff aus einer örtlichen Fabrik. Der Fabrikbesitzer protestiert. Dobrow feuert mit einer erbeuteten Kanone einen Platzpatronenschuss ab und zerschmettert die Eichentüren des Lagerhauses. Die Soldaten zerlegen vergnügt ihre gut verarbeiteten Uniformen. Bald darauf trifft Budjonny im Hauptquartier auf seinen ehemaligen Vorgesetzten, den erfahrenen zaristischen General Kopatschew. Der General übergibt freiwillig seinen beschrifteten Säbel an die Roten. Budjonny bietet dem erfahrenen Offizier eine Versetzung zu den Bolschewiki an. Kopatschew weigert sich, an einem Bruderkrieg teilzunehmen. Der Armeechef nimmt sein Angebot an.
Später treffen drei junge Absolventen der Offizierslehrgänge der Roten Armee im Hauptquartier ein. Sie kamen in voller Husarenuniform aus Petrograd. Die Soldaten belächeln ihr elegantes Erscheinungsbild. Offizier Aljoscha Sorin behauptet, der Dichter Lermontow habe ähnliche Kleidung getragen. Budjonny ernennt die jungen Männer zu Kommandeuren einfacher Infanteriezüge.
Bekämpfung von Analphabetismus und Plünderungen
Kommandant Gorodowikow bemerkt eine vorbeiziehende Soldatenformation. Jeder Soldat trägt ein Schild mit einem Buchstaben des Alphabets auf dem Rücken. Wie sich herausstellt, schult der Geschwaderkommandeur Analphabeten direkt im Marsch. Gorodowikow begrüßt diese sinnvolle Initiative. Unterdessen vereitelt Kosak Paschka Tichomolow einen Plünderungsversuch. Soldat Afonka versucht, gestohlene Haushaltsgegenstände außer Landes zu schmuggeln. Tichomolow verprügelt den Plünderer mit Hilfe von Rotarmisten. Afonka wird einer Spezialeinheit übergeben. Die Anwohner danken dem Kosaken, dass er ihre Habseligkeiten gerettet hat.
Ein intelligenter, bebrillter Soldat wird von seinen Kameraden verspottet. Er tötet versehentlich sein Pferd. Tichomolow nimmt das verwundete Tier an sich. Der bebrillte Soldat findet Zuflucht bei anderen friedliebenden Kosaken. Er hilft den Analphabeten, Zeitungen zu lesen und Briefe nach Hause zu schreiben.
Meuterei und Tribunal
Eine Delegation alter Kosaken wird in den Hof des Hauptquartiers geführt. Sie erklären ihren Wunsch, den Roten ehrenvoll zu dienen. Budjonny nimmt ihnen das Wort ab und schickt die alten Männer nach Hause. Aus Dankbarkeit schenken die Kosaken dem Heereskommandanten einen prächtigen braunen Hengst namens Kasbek. Plötzlich trifft ein verwundeter Kommandant ein und meldet eine bewaffnete Meuterei. Budjonny reitet allein auf die Aufständischen zu. Eine Menge Soldaten protestiert lautstark. Der Heereskommandant befiehlt dem meuternden Regiment, die Waffen niederzulegen. Die Soldaten weinen. Gehorsam legen sie ihre Gewehre nieder. Budjonny befiehlt, diese Schande im Blut des Feindes abzuwaschen.
Bestrafung der Schuldigen
Kliment Woroschilow greift Brigadekommandeur Maslak körperlich an. Die Hinrichtung findet in einem heißen Badehaus statt. Woroschilow peitscht den fehlbaren Kommandanten mit einem Birkenbesen. Er tadelt den Offizier wegen der mangelnden Disziplin seiner Untergebenen. Maslak verteidigt sich mit seinen früheren Kampferfahrungen, erträgt aber die Schläge.
Die letzte Schlacht
Früh am Morgen bezieht die Armee ihre Kampfstellungen. Der dichte Morgennebel lichtet sich. Eliteregimenter der Weißen Garden stehen in der Ferne. Weiße Kosaken verharren in akkuraten Karrees. Budjonny startet einen massiven Angriff mit Tachankas (mit Maschinengewehren bestückten Pferdewagen). Die Artillerie wird aufgestellt. Die Kanonen eröffnen das Feuer. Zwei berittene Kavallerieeinheiten prallen mitten auf dem Schlachtfeld aufeinander. Eine furchtbare Schlacht entbrennt. Menschen und Pferde vermischen sich in einem blutigen Gewirr. Kaltes Stahl hallt wider.
Eine zuvor freigelassene Delegation alter Kosaken verrät das Vertrauen der Roten. Die alten Männer erschießen die Kommandeure Barannikow und Miroschnitschenko aus nächster Nähe. Die rote Kavallerie eilt herbei, um die Verräter zu rächen. Paschka Tichomolow und Aljoscha Sorin kämpfen bis zum Tod. Der Ausgang der brutalen Schlacht geht im dichten Staub und dem Donner der Artillerie unter.
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