Zusammenfassung von Alex Keemens „Die Geburt der Götter“
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Dieser Science-Fiction-Roman erzählt die Geschichte eines gewöhnlichen Studenten, der in die Antike zurückgeschickt wird, um die Menschheit zu retten. Der 2021 entstandene Roman zeichnet ein extrem realistisches Bild des antiken Griechenlands – frei von Magie und Superkräften – und zeigt den Konflikt zwischen Fortschritt und den harten Sitten der Vergangenheit. Er stützt sich auf historische Details und konfrontiert den Protagonisten mit schwierigen moralischen Entscheidungen. Alexey Deev macht sich keine Illusionen über das vermeintlich einfache Leben eines Zeitreisenden. Er muss sich einer harten Realität anpassen und ständig ums Überleben kämpfen.
Katastrophe und Übergang in die Vergangenheit
Die Ereignisse beginnen mit einer globalen Tragödie in ferner Zukunft. Eine außerirdische Rasse nutzt Neutronenstrahlung. Infolge des Angriffs kühlt die Sonne rapide ab. Die Menschheit ist dem Untergang geweiht. Russische Wissenschaftler unter der Leitung von Akademiemitglied Dejew entwickeln einen Mechanismus zur Zeitreise. Der Wirtschaftsstudent Alexei reist in die Antike. Seine Mission: Geschichte umzuschreiben und das Wissen der Menschheit zu bewahren. In einem abgelegenen Urwald angekommen, versteckt der junge Mann vakuumversiegelte Pakete. Diese enthalten Mikrofilme mit einer riesigen wissenschaftlichen Bibliothek und E-Reader.
Danach geht Alexei zum Fluss und sucht nach Leuten. Bald wird er bewusstlos geschlagen und von vorbeiziehenden griechischen Händlern gefangen genommen. Der junge Mann gerät auf das Schiff von Nikomedes und Thrasyklides. Die Griechen transportieren Waren und Sklaven nach Athen.
Auf dem Schiff lernt Alexei nach und nach Altgriechisch. Dabei hilft ihm ein Sklavenjunge namens Aeneas. Alexei erfindet eine Legende über seine Herkunft. Er erzählt den Griechen, sein Volk sei von den Göttern vernichtet worden und er habe dank eines magischen Talismans überlebt.
Sklaverei in Athen
Auf dem geschäftigen Sklavenmarkt im Athener Hafen Piräus wird Alexius zum Verkauf angeboten. Der junge Mann erregt die Aufmerksamkeit von Sosius, einem grausamen Schreiber, der Sklaven für die Arbeit in den Silberminen von Lavrion anwirbt. Um dem sicheren Tod unter Tage zu entgehen, stellt Alexius sein mathematisches Talent unter Beweis. Er beeindruckt den edlen Griechen Tophon mit seiner Fähigkeit, schnell zu rechnen. Tophon kauft den jungen Mann innerhalb von sechs Minuten zurück. Im Haus seines neuen Herrn angekommen, erhält Alexius den Namen Alexius. Er begegnet der alten Haushälterin Iphgenia und dem listigen Sklaven Timokles.
Schon bald ernennt Tophon den klugen Sklaven zum Leiter seiner Töpferwerkstätten. Durch die Anwendung grundlegender ökonomischer Prinzipien der Arbeitsteilung steigert Alexei das Einkommen seines Herrn erheblich. Gleichzeitig verschweigt er seine wahren Erfolge als Manager. Der junge Mann versteckt heimlich einige Silbermünzen. Er braucht dieses Geld, um sich freizukaufen und für zukünftige Erfolge vorzusorgen.
In Tophons Haus begegnet Alexei häufig der Hausherrentochter. Pandora verabscheut die barbarische Sklavin auf Anhieb. Alexei verdirbt ihr versehentlich die Teilnahme an Artemis’ religiöser Prozession. Das Opferschwein gleitet ihm aus den Händen und beschmutzt Pandoras Festgewand.
Der spartanische Spion und die Flucht
Eines Tages sitzt Tophon im Volksgericht wegen des Mordes an dem Athener Polyzalos. Angeklagt ist die Witwe des Ermordeten, Agariste. In Wahrheit war sie die Geliebte des Kaufmanns Theodor. Alexei macht sich daran, die am Tatort abgefangenen Geheimbriefe zu entschlüsseln. Mithilfe von Frequenzanalyse knackt er die spartanische Chiffre. Es gelingt ihm, Polyzalos’ Zusammenarbeit mit den Feinden Athens zu beweisen. Trotz der aufgedeckten Wahrheit befindet die Jury Agariste für schuldig. Theodor erreicht lediglich durch hohe Bestechungsgelder einen Aufschub der Hinrichtung.
Beeindruckt von seinem Erfolg bittet Alexei Tophon um seine Freiheit. Hellen willigt ein, verspricht aber, den Sklaven erst nach zehn Jahren freizulassen. Alexei erkennt die Ausweglosigkeit seiner Lage und beschließt, aus Athen zu fliehen.
In jener Nacht dringt der spartanische Spion Akmatides in seine Zelle ein. Der Feind will um jeden Preis das Geheimnis der Briefentschlüsselung erfahren. Es entbrennt ein blutiger Kampf. Alexei verteidigt sich und tötet den Spion. Pandora tritt in den Hof und stößt einen Schrei aus. Sie beschuldigt den Sklaven, den edlen Gast ermordet zu haben. Auf der Flucht vor dem Angriff nimmt der junge Mann Pandora als Geisel.
Tophons Diener brechen die brüchige Tür auf. Sie befreien ihre Herrin und verprügeln Alexei brutal. Pandora ist zutiefst bestürzt. Sie erkennt, dass Akmatides tatsächlich ein Spion war und hilft heimlich, die Wunden des besiegten Alexei zu versorgen. Unterdessen besticht Theodor die habgierige Haushälterin Iphgenia. Er entführt den misshandelten Jüngling und bringt ihn auf sein Schiff nach Makedonien.
Leben in Mazedonien
Theodor siedelt Alexei großzügig auf einem makedonischen Gut nahe der Stadt Dion an. Dem jungen Mann wird völlige Handlungsfreiheit gewährt. Er baut Dämme und entwirft das erste wasserbetriebene Sägewerk. Anschließend errichtet er eine handbetriebene Papiermühle, in der er Papier aus Sägemehl herstellt. Das neue Produkt ist gefragt und äußerst profitabel. Um sein Geschäft auszuweiten, kauft Alexei in Pella Sklaven. Unter ihnen befindet sich ein abgemagertes, schwerkrankes Mädchen. Nachdem er sie auf das Gut gebracht hat, erwecken die Diener sie wieder zum Leben. Alexei ist überrascht, sie als Pandora zu erkennen.
Es stellt sich heraus, dass sie bei einem Angriff thebanischer Krieger auf ein Haus in Oropus gefangen genommen wurde. Tophon wurde verwundet, und das Mädchen selbst wurde an Sklavenhändler verkauft. Alexei bringt Pandora in den besten Gemächern des Anwesens unter. Zunächst verbirgt er seine Anwesenheit vor seiner ehemaligen Herrin. Als Pandora schließlich wieder zu sich kommt, ist sie entsetzt, ihren neuen Herrn zu erkennen. Sie ist sich sicher, dass die entlaufene Sklavin seine absolute Macht für niederträchtige Rache ausnutzen wird. Doch Alexei behandelt sie mit großem Respekt und Fürsorge.
Er versucht, ihr Herz zu gewinnen. Der junge Mann bringt dem Mädchen das Reiten bei. Pandora findet zufällig Alexeis Tagebücher auf dem Tisch. Aufmerksam liest sie eine philosophische Abhandlung über das Wesen der Dinge, den freien Willen und die moralische Pflicht jedes Einzelnen. Das Mädchen ist beeindruckt von seinen kühnen Gedanken, die dem Willen der alten Götter widersprechen. Religiöse Vorurteile und verletzter Stolz hindern sie daran, seine Gefühle zu erwidern. Pandora glaubt, von einer Prophezeiung gefangen gehalten zu werden, die einst von der Priesterin des Lysimachos ausgesprochen wurde.
Invasion und der Weg zur Erlösung
Pandora wird allmählich milder. Sie erfährt von Alexios’ heimlichen Versuchen, sie auf einem vorbeifahrenden Handelsschiff nach Hause zu schicken. Theodor trifft mit der geretteten Agariste auf dem makedonischen Gut ein. Der athenische Flüchtling erzählt Pandora voller Begeisterung von Alexios’ Adel. Das Mädchen erkennt das Ausmaß ihrer Illusionen. Doch der brüchige Frieden zerbricht jäh durch den Ausbruch des Krieges. In Makedonien bricht eine Rebellion gegen die legitime Regierung aus. Die Truppen Philipps, des Bruders von König Perdikkas, greifen plötzlich Alexios’ Gut an.
In jener Nacht stürmt ein makedonischer Krieger in die Gemächer. Alexei liefert sich einen ungleichen Kampf und wird von einem Bronzeschwert schwer an der Schulter verwundet. Pandora hilft ihm selbstlos, sich zu wehren, und verbindet die Wunde. Sie springen von einem hohen Balkon und fliehen in den dunklen Wald. Das prächtige Haus und die Werkstätten brennen bis auf die Grundmauern nieder.
Die verwundeten Alexey und Pandora verbringen mehrere Tage damit, sich durch die wilden Berge zu kämpfen und dabei über hundert Kilometer zu Fuß zurückzulegen.
Der junge Mann schwächt sich aufgrund des starken Blutverlusts und des hohen Fiebers rapide ab. Pandora pflegt ihn und erhält so den Funken Leben am Leben.
Schließlich erreichen die erschöpften Reisenden die Außenbezirke der Hafenstadt Therma. Dort ist eine verbündete athenische Garnison stationiert. Alexei weigert sich, sich den Behörden zu stellen, da er nicht erneut ein machtloser Sklave werden will.
Vor seiner Abreise erklärt er Pandora feierlich für frei. Er überlässt ihren kostbaren Schmuck der Rückkehr nach Athen, wo er dem geretteten Tophon übergeben wird. Pandora schreitet langsam auf die Stadttore zu. Erschöpft trottet Alexei zurück.
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