Harold und Maude von Jack Higgins, Zusammenfassung
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Diese absurde Sitcom wurde 1971 von Colin Higgins geschrieben. Die Handlung dreht sich um die paradoxe Beziehung zwischen einem depressiven jungen Mann und einer lebensfrohen Frau, die sechzig Jahre älter ist als er. Das Aufeinandertreffen zweier gegensätzlicher Weltanschauungen führt zu einem völlig neuen Verhaltensmuster der Figuren.
1971 drehte Regisseur Hal Ashby einen gleichnamigen Film. Der Film erhielt Golden-Globe-Nominierungen für den besten Hauptdarsteller und wurde später aufgrund seiner herausragenden künstlerischen Qualität in das National Film Registry aufgenommen.
Harolds demonstratives Verhalten
Die wohlhabende Mrs. Chasen erwartet den Besuch des renommierten Psychoanalytikers Dr. Matt. Ihr Sohn Harold inszeniert unterdessen vor seiner neuen Zofe Marie seinen eigenen Selbstmord. Seine Mutter ignoriert die Eskapaden ihres Sohnes völlig. Sie tadelt ihn für seine Unachtsamkeit und beklagt sich beim Arzt über die Isolation des jungen Mannes. Mrs. Chasen ist überzeugt, dass die Tanzschule ihm seine Manieren hätte beibringen sollen. In der Praxis des Arztes spricht Harold über seine psychischen Traumata. Er gibt zu, etwa fünfzehn Selbstmorde vorgetäuscht zu haben. All diese Inszenierungen dienen dazu, bei Mrs. Chasen eine emotionale Reaktion hervorzurufen. Harold amüsiert sich über das Entsetzen der Menschen um ihn herum. Seine Mutter war früher in Ohnmacht gefallen, doch mit der Zeit hat sie sich an das Blut und die vorgetäuschten Schüsse gewöhnt.
Eine zufällige Begegnung auf dem Friedhof
Der junge Mann findet einen seltsamen Trost darin, regelmäßig an Beerdigungen teilzunehmen. Bei einer dieser Trauerfeiern begegnet er der extravaganten Gräfin Matilda Chardin. Die Achtzigjährige bittet darum, nur Maud genannt zu werden. Sie bietet Harold Pistazien an und spricht mit ihm über den unauflöslichen Kreislauf von Geburt und Tod. Maud kritisiert den Priester offen für die tristen Heiligenfiguren. Bevor sie geht, entfernt die Gräfin willkürlich das schwere Schloss vom Opferstock.
Frau Chasen beschließt, das Liebesleben ihres Sohnes dringend in Ordnung zu bringen. Sie füllt für Harold ein spezielles Formular bei einer Online-Partnervermittlung aus. Während des Tests holt der junge Mann langsam Dynamitstücke heraus und zündet die langen Zündschnüre an. Eine gewaltige Explosion zerschmettert einen Holzschrank. Seine Mutter dreht sich bei dem lauten Krach nicht einmal um. Sie beantwortet methodisch weiter die ausgedruckten Testfragen.
Einen kranken Baum retten
Harold entdeckt Maud wieder auf dem Friedhof. Sie schiebt einen sterbenden Baum in einer Schubkarre. Sie hat das unglückliche Bäumchen in der Nähe der Polizeistation ausgegraben. Maud will es in einen sicheren Wald umpflanzen. Der örtliche Gärtner und sein Chef versuchen, sie daran zu hindern und drohen, die Polizei zu rufen. Maud lässt sich nicht auf den Streit mit den aggressiven Arbeitern ein. Geschickt stiehlt sie Pater Finnegans blauen Wagen, der in der Nähe geparkt ist. Widerwillig steigt Harold zu ihr in den Wagen des Fremden. Sie entkommen den wütenden Gärtnern.
Riechapparat und Siegel
Harold besucht seine neue Bekannte. Maud zeigt ihm stolz ihre ungewöhnlichen Souvenirs. Der junge Mann entdeckt einen speziellen Geruchsapparat – ein seltsames Gerät zum Mischen von Düften. Er atmet tief durch das Rohr ein und riecht den Duft von gerösteten Kastanien und kaltem Schnee. Maud stellt ihrem Gast ihr Lieblingstier vor: eine lebende Robbe namens Murgatroyd. Die Gräfin hatte das Tier vor Kurzem aus dem städtischen Zoo gestohlen.
Es ist Zeit für Harolds erstes Date. Die etwas mollige Studentin Sylvia Gazelle trifft im luxuriösen Haus der Chazens ein. Sie studiert Politikwissenschaft und bereitet sich darauf vor, eine vorbildliche Hausfrau zu werden. Harold ruiniert das Treffen eiskalt. Er imitiert eine schmerzhafte Selbstverbrennung, woraufhin ein Skelett mit einem lauten Knall aus einer alten Truhe fällt. Sylvia flieht panisch aus dem Wohnzimmer.
Konflikt mit der örtlichen Polizei
Inspektor Bernard und Sergeant Doppel kommen zu Pfarrer Finnegan, um einen dreisten Autodiebstahl zu untersuchen. Der Pfarrer weigert sich, Anzeige gegen Maud zu erstatten. Über Funk wird eine dringende Meldung über den Diebstahl einer Robbe aus dem Zoo verbreitet. Die Polizei verlässt eilig das Haus des Pfarrers. Maud und Harold bringen die gerettete Robbe Murgatroyd zum Sandstrand. Voller Freude lassen sie sie im kalten Wasser frei. Das Tier schwimmt schnell nach Norden zu seiner Familie. Maud bringt Harold bei, mit zwei Fingern laut zu pfeifen. Am Strand trinken sie Sekt.
Zweites und drittes Date
Mrs. Chasen vereinbart ein zweites Treffen für ihren Sohn. Die gesprächige Sekretärin Nancy Marsh spricht ausführlich über die Rechnungen. Harold tritt wortlos mit seinem abgetrennten künstlichen Arm vor sie. Das blutige Beil lässt das Mädchen ohnmächtig werden. Dr. Matt erklärt die Behandlung für völlig wirkungslos. Die dritte Kandidatin ist die ehrgeizige Schauspielerin Rose d’Orange. Sie spricht pompös über Bühnenvorbereitungsmethoden. Harold zeigt seiner Gästin einen scharfen Säbel für Harakiri und sticht sich damit in den Bauch. Rose hält dies für eine brillante Theateraufführung. Sie greift nach einem Dolch und spielt Julias Todesqualen nach. Die Schauspielerin ersticht sich dramatisch und fällt neben den jungen Mann.
Leben ohne hohe Mauern
Die Polizei taucht wieder in Mauds gemütlichem Haus auf. Der strenge Inspektor Bernard beschlagnahmt das gesamte Hab und Gut wegen langjähriger, unbezahlter Schulden bei einer Möbelfirma. Die Umzugshelfer tragen schweigend die Sachen hinaus. Maud bleibt in einem völlig leeren Zimmer zurück. Sie bewahrt ihre gelassene Stimmung und lädt Harold ein, auf dem Boden zu essen. Die Gräfin führt den jungen Mann in den dichten Wald. Sie pflanzen einen geretteten Baum und klettern furchtlos auf die Spitze einer hohen Eiche. Maud erzählt Harold eine lehrreiche Parabel über den weisen Buddha und zwei Architekten. Sie ermuntert ihn, Brücken zwischen Menschen zu bauen, nicht Mauern. Der junge Mann gibt aufrichtig zu, dass er dank der Weisheit der Gräfin endlich anfängt, wirklich zu leben.
Mauds Geburtstagsüberraschung
Harold verkündet seiner erstaunten Mutter entschieden, dass er die Frau, die er liebt, heiraten will. Er kommt zu Mauds leerem Haus und schmückt das Zimmer liebevoll mit leuchtenden Sonnenblumen. Der junge Mann bringt Champagner und sein Banjo mit. Maud nimmt die Überraschung entzückt an. Harold überreicht ihr feierlich einen Ring als Zeichen seiner tiefen Zuneigung.
Die Frau dankt dem jungen Mann zärtlich für das Geschenk. Plötzlich offenbart sie, dass sie eine tödliche Dosis eines starken Schlafmittels genommen hat. Maud hatte schon lange beschlossen, an ihrem achtzigsten Geburtstag zu sterben. Harold stürzt in panischer Angst zum Telefon und ruft einen Krankenwagen. Der junge Mann sinkt auf die Knie und fleht die Gräfin unter Tränen an, ihn nicht zu verlassen. Maud schließt ruhig die Augen. „Nein, du verstehst es nicht, ich liebe dich … ich liebe dich.“
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