„In Rufweite“ von Sergei Naumov, Zusammenfassung
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Der Autor schuf eine packende Spionage-Detektivgeschichte. Die Novelle „In Schreidistanz“ wurde 1981 von Sergei Naumow verfasst. Das Werk beschreibt eine waghalsige sowjetische Geheimdienstoperation in Österreich in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Es ist eine detaillierte Schilderung der Psychologie eines illegalen Spions. Der Offizier ist gezwungen, bei jeder Gelegenheit sein Leben im Feindesland zu riskieren.
Die Geschichte wurde erfolgreich verfilmt. 1985 kam der Spielfilm „Zwei Schritte vom Paradies“ in die sowjetischen Kinos. Millionen von Zuschauern sahen den Film und lobten die spannende Handlung und die realistische Darstellung der Einsatzdetails.
Einberufung in die Hauptstadt und Erhalt einer Aufgabe
Der Heeresnachrichtenmajor Andrei Dolgintsov trifft eilig in der Hauptstadt ein. Der Krieg neigt sich dem Ende zu, die Frühlingswärme lässt den letzten Schnee schmelzen. Der erfahrene Offizier, bekannt unter dem Decknamen „Sedoy“, wird für einen Sondereinsatz von der Front zurückbeordert. In seinem Büro trifft der Major auf den General und Oberstleutnant Suchow, die seine Dienstakte besprechen. Der General prüft persönlich Dolgintsovs Dialektkenntnisse anhand eines Gedichts von Heinrich Heine. Dolgintsov erkennt die südliche Aussprache korrekt.
Der Späher wird als Ersatz für den gefangengenommenen deutschen Hauptmann Udo von Plaffen abgestellt. Aufgrund seiner Ähnlichkeit ist Andrei ein idealer Kandidat, daher erhält der Major einen spanischen Pass und ein echtes Empfehlungsschreiben an SS-Obergruppenführer Ernst Kaltenbrunner. Um seinen Status als wohlhabender Aristokrat zu bestätigen, wird Dolgintsov ein Familienerbstück überreicht. Dieser Platinring mit einem riesigen Diamanten dient ihm als zuverlässige Tarnung für die Reise.
Das Hauptziel der Expedition ist das Eindringen in die österreichischen Alpen nahe Bad Aussee. In den letzten Kriegstagen versucht Kaltenbrunners Kurier, durch die Berge in die Schweiz zu fliehen. Er transportiert Mikrofilm mit den Koordinaten eines geheimen Agentennetzwerks, das die Nazis in Osteuropa zurückgelassen haben. Sedy erhält den Auftrag, diese wertvollen Spionagedaten abzufangen, einen Kontaktmann namens Austrian ausfindig zu machen und den Stationschef von Ajax zu kontaktieren.
Sie infiltrierten die Gruppe und kämpften am Hang
Nach seiner Ankunft in Österreich legalisiert Dolgintsov erfolgreich seinen Wohnsitz und reicht ein Empfehlungsschreiben bei Kaltenbrunners Büro ein. Dessen Assistent Eigruber nimmt das Dokument entgegen. Die Kontaktaufnahme mit Ajax gestaltet sich schwierig, da der Sender seit einiger Zeit nicht mehr sendet. Die lokalen Beamten sind nervös und bereiten sich auf die Flucht vor den vorrückenden amerikanischen Truppen vor. Andrei beschließt, auf eigene Faust zu handeln und trifft auf eine Gruppe Nazis, die einen illegalen Grenzübertritt planen.
Der vorsichtige Rohrbach führt die Gruppe der Flüchtenden an. Zu ihr gehören der langarmige Boxer Holz, der wortkarge Karger und die schöne Lotte Kästner. Lotte trägt eine dunkle SS-Uniform und gibt sich wie eine fanatische Anhängerin des Führers. Ausgerüstet mit warmen Pelzjacken und robusten Zelten beginnen die Flüchtenden den beschwerlichen Aufstieg zu den hohen Gebirgspässen.
Während des beschwerlichen Marsches über die verschneiten Hänge spitzt sich die Lage zu. Die SS-Offiziere schöpfen Verdacht gegen Andrei und beschließen, ihren unerwünschten Begleiter loszuwerden. Holz, Karger und Rohrbach inszenieren ein brutales Spiel, das an ein improvisiertes Duell erinnert. Die Deutschen fordern Lotte auf, den ersten Schuss auf Sedykh abzugeben. Die Frau willigt ruhig ein, nimmt die Pistole und bittet darum, fünf Schritte zurücktreten zu dürfen.
Lotta schreitet langsam durch den knirschenden Firn, während die Deutschen grinsend im Chor Parolen rufen. Plötzlich dreht sie sich abrupt um und feuert blitzschnell auf die SS-Männer. Sie gibt sich als sowjetische Spionin zu erkennen. Die Anspannung der letzten Tage überwältigt sie, Lotta lässt ihre Waffe fallen und bricht weinend im kalten Schnee zusammen.
Verfolgung des Kuriers und Abschluss der Operation
Der Späher liefert Andrej äußerst wertvolle Informationen über den wahren Kurier. Der Feind, der den Mikrofilm bei sich trägt, bewegt sich auf einem alten, ausgetretenen Pfad voran. Der Deutsche heißt Eisvogel. Sedoy nimmt sofort die Verfolgung über den gefährlichen Gletscher auf. Der Offizier bemerkt die charakteristischen Abdrücke von Steigeisen und verfolgt den Kurier vorsichtig.
Icevogel entdeckt seine Verfolger auf einem offenen Plateau, und es kommt zu einem tödlichen Kampf. Der Gestapo-Mann nimmt seine Schutzbrille ab und erleidet dabei eine Hornhautverbrennung und vorübergehende Blindheit. Er hat nur noch eine Kugel. Der Deutsche zielt mit zitternder Hand auf Dolgintsov. Andrej schätzt blitzschnell seine Chancen ein und schleudert mit einem gezielten Wurf seine schwere Eisaxt direkt auf den Kopf des Feindes.
Ein scharfer Knall ertönt. Die Kugel trifft das robuste Metall des Eispickels und prallt ab an Sedykhs Kopf. Der Major verliert das Bewusstsein, sein Körper rutscht den eisigen Hang hinab. Der erblindete Gestapo-Offizier versucht verzweifelt, den geheimen Mikrofilm in den bodenlosen Abgrund zu werfen. In diesem Moment trifft Lotta kaltblütig ein, tötet den Kurier und rettet so die wertvollen Agentenlisten.
Andrei kommt langsam wieder zu sich. Lotta gibt ihm kochend heißen Kaffee aus einer Thermoskanne und rezitiert auswendig Puschkins Herbstgedichte. Der Späher ruft Major Andryusha freundlich an und übermittelt die letzten Befehle aus dem Zentrum. Sedoy soll den Mikrofilm sicher verstecken und auf die Ankunft amerikanischer Truppen mit neuen Dokumenten im Namen von Peter Geshner warten. Lotta verabschiedet sich von ihrem Partner und geht für immer zum Pass.
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