„Waffenbrüder“ von Emil Braginsky und Eldar Ryazanov, Zusammenfassung
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Das 1971 entstandene Stück erkundet die psychologische Wandlung eines strengen Vorgesetzten und eines schüchternen Untergebenen vor dem Hintergrund des Alltags in einem Statistikamt. Die Autoren enthüllen die tiefen menschlichen Gefühle, die hinter der strengen bürokratischen Fassade verborgen liegen. Ein gewöhnliches Büro wird zum Schauplatz für aufeinanderprallende Karriereambitionen, humorvolle Missverständnisse und plötzliche Zuneigung.
1977 entstand der Film „Office Romance“, der auf diesem Theaterstück basiert. Unter der Regie von Eldar Ryazanov, dem Co-Autor des Stücks, wurde der Film zum unangefochtenen Spitzenreiter der sowjetischen Kinocharts, lockte zig Millionen Zuschauer an und feierte enorme Erfolge.
Das statistische Institut und seine Bewohner
Die Handlung spielt in einer typischen Regierungsbehörde. Direktorin Ljudmila Prokofjewna Kalugina führt ihr Team mit äußerster Strenge. Hinter ihrem Rücken bezeichnen ihre Angestellten die einsame 36-Jährige als Zicke. Sie kleidet sich auffällig, ist immer die Erste im Büro und geht als Letzte. Kalugina verlangt tadellose Disziplin und ist empört, wenn Angestellte Strumpfhosen auf der Damentoilette verkaufen.
Der neue stellvertretende Direktor, Juri Samochwalow, erscheint im Büro. Er ist ein eleganter Mann, der gerade aus Genf zurückgekehrt ist. Er schenkt seiner Sekretärin Werotschka importierte Zigaretten. Im Flur trifft Samochwalow einige alte Studienfreunde. Der leitende Ökonom Anatoli Nowoseltsew arbeitet seit siebzehn Jahren dort, wurde aber nicht befördert. Er reißt seinen Kindern ständig die Schuhe ein, sodass er sich bis zum Zahltag jeweils zwanzig Rubel leihen muss. Olga Ryschowa arbeitet im Nachbarbüro. Sie ist vom Alltag und den Pendlerzügen in den Vororten völlig eingenommen, hat sich aber einen jugendlichen Optimismus bewahrt.
Ein Karriereplan und ein gescheitertes Matchmaking
Kalugina bestellt Novoseltsev ein und kritisiert seinen Bericht scharf. Der Direktor weist auf Fehler in den Statistiken für Staubsauger und tiefe Schüsseln hin. Die Institution hat eine freie Stelle als Leiter der Abteilung für Leichtindustrie. Samokhvalov beschließt, seinem alten Freund zu helfen, die Stelle zu bekommen. Der Stellvertreter rät Novoseltsev, den unnahbaren Chef zu kontaktieren.
An diesem Abend gibt Samokhvalov eine Party in seinem Haus. Novoseltsev nimmt ein Tablett mit Cocktails und nähert sich schüchtern der gelangweilten und alleinstehenden Kalugina. Er versucht, sie mit Smalltalk zu unterhalten. Der Ökonom plaudert unbeholfen über die Ernte von Espen- und Hallimaschpilzen. Dann rezitiert er schlecht Fets Gedichte, versucht zu singen und tanzt sogar den „Zigeunertanz“. Kalugina weist seine Späße schroff zurück. Der Ökonom verliert die Beherrschung. Novoseltsev nennt den Regisseur öffentlich gefühllos und herzlos.
Olga Ryzhova schwelgt derweil in Erinnerungen. Sie fordert Samokhvalov zum Tanzen auf und erinnert sich an ihre längst vergangene Studentenromanze, ihre Ausflüge nach Kuntsevo und ihre Küsse.
Eine unerwartete Begegnung und ein lebender Toter
Am Morgen rechnet Novoseltsev mit seiner Entlassung. Seine Sekretärin Verochka teilt Kalugina Details aus dem Privatleben des Wirtschaftswissenschaftlers mit. Wie sich herausstellt, hatte ihn seine Frau Lisa vor langer Zeit für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft verlassen und ihm zwei Söhne hinterlassen. Der Direktor bestellt seine Mitarbeiterin in sein Büro. Das Gespräch eskaliert schnell zu einem heftigen Streit, und Kalugina bricht plötzlich in Tränen aus.
Die Eiserne Lady klagt über ihre Einsamkeit. Sie zwingt sich zum Frühstück, fürchtet leere Abende und Wochenenden. Novoseltsev empfindet aufrichtiges Mitgefühl mit seiner Chefin. Zwischen ihnen entwickelt sich eine zarte Anziehung. Schon bald stellt Novoseltsev heimlich einen wunderschönen Blumenstrauß in Kaluginas Büro.
Unterdessen ereignet sich im Büro ein kurioser Vorfall. Shura, eine Vertreterin des örtlichen Komitees, sammelt Geld für einen Kranz für ihren Kollegen Bublikoff. Plötzlich stellt sich heraus, dass das Krankenhaus die Namen verwechselt hat und Bublikoff noch lebt. Er entdeckt sein eigenes Porträt in einem Trauerrahmen. In Panik zerreißt Shura die Kränze und bindet sie in Sträuße. Novoseltsev versucht Kalugina zu überzeugen, dass die Blumen auf ihrem Schreibtisch die Überreste von Trauerkränzen sind. Der Direktor ahnt, wer das Geschenk geschickt hat. Es kommt zum Streit, und Kalugina wirft den Strauß nach dem Wirtschaftswissenschaftler. Novoseltsev schlussfolgert, dass seine Chefin in ihn verliebt ist.
Weibliche Transformation und die Geheimnisse anderer Menschen
Kalugina beschließt, ihr düsteres Image zu verändern. Sie bittet ihre Sekretärin Verochka, mit ihr über Modetrends zu sprechen. Die junge Frau unterhält sich begeistert über Crimplene, Stiefel mit hohen Absätzen und figurbetonte Silhouetten. Verochka bringt ihrer Chefin einen eleganten, hüftschwingenden Gang bei und rät ihr, nicht wie ein Rammbock, sondern wie eine wahre Göttin zu gehen.
Der Unterricht wird durch Novoseltsevs Erscheinen unterbrochen. Er schleppt mühsam ein schweres Bronzepferd hinter sich her. Shura hatte die Statue als Geschenk für Borovskikhs Geburtstagskind gekauft und beschlossen, sie im Safe des Direktors zu verstecken. Kalugina versucht, ihre Verlegenheit zu verbergen. Novoseltsev erfindet eine Geschichte von einem üppigen Abendessen mit seiner Frau, doch Kalugina ertappt ihn bei einer dreisten Lüge. Überwältigt fällt der Ökonom mit dem Pferd im Arm in Ohnmacht.
Gleichzeitig schreibt Ryzhova regelmäßig leidenschaftliche Liebesbriefe an Samokhvalov. Verochka liest zufällig einen der Briefe und erzählt ihrer Freundin Alena telefonisch davon. Das Gerücht verbreitet sich augenblicklich in allen Abteilungen.
Samokhvalov leidet unter den obsessiven Avancen seiner Ex-Freundin. Er begeht eine niederträchtige Tat. Sein Stellvertreter gibt intime Briefe an Shura, eine Aktivistin des Ortskomitees, weiter. Er fordert direkt eine Untersuchung von Ryzhovas Verhalten auf der Gewerkschaftsversammlung.
Konflikt und Ohrfeige
Kalugina erfährt von den Taten ihres Stellvertreters. Der Direktor fordert ein Ende der Schikanen gegen Ryzhova und rügt Samokhvalov für seine Unmenschlichkeit. Auch Novoseltsev erfährt bald von dem Vorfall. Der empörte Ökonom stürmt in Samokhvalovs Büro. Demonstrativ gibt er die zuvor geliehenen zwanzig Rubel zurück und ohrfeigt den Stellvertreter.
Kalugina wird Zeugin dieser hitzigen Szene. Scherzhaft rät sie Samokhvalov, sich zu wehren. Der Stellvertreter schwört, sich auf andere Weise an seinem Widersacher zu rächen. Der Konflikt belastet das Verhältnis innerhalb des Teams, schweißt Kalugina und Novoseltsev aber noch enger zusammen.
Romantisches Abendessen
Novoseltsev kommt mit einer Schachtel Pralinen zu Kalugina. Die Wohnungsbesitzerin präsentiert sich ihm in einem völlig neuen Licht. Sie trägt ein wunderschönes Paillettenkleid, eine elegante Frisur und hohe Absätze. Novoseltsev ist von ihrer Schönheit sichtlich beeindruckt.
Das Date ist extrem angespannt. Der Wirtschaftswissenschaftler ist furchtbar nervös und verhaspelt sich. Er versucht, ihr einen Heiratsantrag zu machen und redet dabei ausführlich über sein unscheinbares Aussehen. In einem Anfall von Leidenschaft verschüttet Novoseltsev versehentlich ein Glas Rotwein direkt auf Kaluginas neues Kleid. Hastig bedeckt er den Fleck mit Salz. Kalugina bittet ihn, sich nicht so aufzuregen. Sie gesteht, dass auch sie unsterblich verliebt ist, aber panische Angst davor hat, von einem anderen Mann betrogen zu werden.
Ihr zärtliches Gespräch wird jäh durch einen scharfen Anruf unterbrochen. Novoseltsevs Söhne rufen an und berichten, dass sie ihre Katze versehentlich in den Müllschlucker gespült haben. Kalugina zieht sich sofort ihren Mantel über und macht sich zusammen mit ihrem Freund auf den Weg, um das Tier zu retten.
Samokhvalovs Rache
Am nächsten Tag erscheint eine völlig veränderte Kalugina am Arbeitsplatz. Sie wirkt überglücklich. Samokhvalov bemerkt diese dramatische Veränderung. Um sich für die öffentliche Ohrfeige an Novoseltsev zu rächen, stattet er dem Direktor einen Besuch ab.
Der Stellvertreter teilt Kalugina brisante Informationen mit. Er behauptet, Novoseltsev umwerbe sie nur wegen der Stelle als Leiterin der Abteilung für Leichtindustrie. Als unwiderlegbaren Beweis führt Samokhvalov unbedeutende Details eines Gesprächs über Pilze aus ihrem privaten Umfeld an. Kalugina ist von dieser Nachricht zutiefst erschüttert. Sie glaubt dem Verräter aufs Wort.
Der letzte Sturm
Der Direktor ruft seine Sekretärin zu sich und diktiert einen offiziellen Erlass, der Novoseltsev zum Abteilungsleiter ernennt. Der Wirtschaftswissenschaftler kehrt mit guten Neuigkeiten ins Büro zurück: Er hat Zirkuskarten ergattert. Kalugina teilt ihm die Beförderung eiskalt mit. Sie lobt spöttisch seinen Einfallsreichtum und sein seltenes Talent, Karriereziele durch vorgetäuschte Annäherungsversuche zu erreichen.
Novoseltsev ist von den Anschuldigungen schockiert. Er gibt offen zu, dass er die Stelle anfangs in Erwägung gezogen hatte, sie ihm nun aber wirklich gefällt. Kalugina will keine Ausreden hören. Der gekränkte Ökonom lehnt die lang ersehnte Beförderung entschieden ab und schreibt sein Kündigungsschreiben. Der Direktor zerreißt das Papier demonstrativ.
Zwischen den beiden bricht ein heftiger Skandal aus. Novoseltsev schreibt erneut Kündigungsschreiben und begründet seine Entscheidung mit dem tyrannischen Verhalten des Direktors. Kalugina gerät in Rage. Die beiden beschimpfen sich aufs Übelste. Abwechselnd werfen sie mit Stühlen durchs Büro. Kalugina stürzt sich auf ihren widerspenstigen Untergebenen und droht, ihn zu verletzen. Mitten in der handgreiflichen Auseinandersetzung packt Novoseltsev seine Chefin und küsst sie leidenschaftlich.
In diesem Moment betritt Schura wie gewohnt das Büro. Monoton fordert sie je einen Rubel für die Geburt von Zwillingen bei Fedosejewa, einer Angestellten. Nachdem sie die unübersehbare romantische Situation im Büro des Direktors erkannt hat, bittet die unternehmungslustige Schura die Anwesenden kurzerhand, weitere fünfzig Kopeken beizusteuern. Auf die Frage nach dem Empfänger des Geldes erklärt Schura: „Als Hochzeitsgeschenk vom Team!“
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