„Empire V“ von Victor Pelevin, Zusammenfassung
Automatische übersetzen
Dieses philosophische und satirische Buch, geschrieben 2006, handelt von der geheimen Struktur des Universums. Die Handlung erzählt die Geschichte eines gewöhnlichen Moskauer Jugendlichen, der plötzlich Mitglied einer Elite-Vampirrasse wird, die die Menschheit kontrolliert, um eine bestimmte psychische Energie zu gewinnen. 2007 wurde das Werk mit dem nationalen Literaturpreis „Großes Buch“ ausgezeichnet.
Verwandlung in einen Vampir
Der neunzehnjährige Moskauer Roman Shtorkin erwacht in einer luxuriös eingerichteten Wohnung. Er ist fest an ein Gitter an der Wand gefesselt. Ihm gegenüber sitzt ein Mann mit einer seltsamen Maske. Der Fremde nennt sich Brama. Er behauptet, ein Vampir zu sein und einen Nachfolger zu suchen. Brama beißt sich in die Hand, schreibt seinen Namen mit Blut auf Romans Stirn und beißt dem jungen Mann dann fest in den Hals. Der Biss überträgt ein unsichtbares Organ – eine vampirische „Zunge“ – in den Körper des Gefangenen. Nachdem er seinen Zweck erfüllt hat, erschießt sich Brama mit einer Pistole.
Roman verliert das Bewusstsein. Sein ganzes Leben zieht an ihm vorbei. Er erinnert sich an seine Kindheit in einer Wohnung mit seiner oppositionellen Mutter, an den unheimlichen Palmenfächer über dem Bett und an den alten Zeichentrickfilm „Sunny City“, der ihm den Zusammenbruch der Sowjetunion vor Augen führte. Er durchlebt seine Jugendsünden noch einmal. Er erinnert sich an sein misslungenes Bewerbungsschreiben für die Universität und seine harte Arbeit als Lagerarbeiter im Supermarkt. Kurz vor seiner Verwandlung irrte Roman durch das sommerliche Moskau und bemerkte grüne Pfeile auf dem Bürgersteig mit einem Schild, das eine echte Chance auf den Aufstieg in die Elite versprach. Er folgte ihnen und fand sich in Bramas Wohnung wieder.
Eine neue Welt kennenlernen
Nachdem Roman ohnmächtig geworden ist, trifft er auf den jungen Vampir Mithra. Dieser gibt ihm einen Tropfen verdünntes Menschenblut. Nach dem Kosten dringt Roman augenblicklich in die Gedankenwelt des ihm unbekannten Systemadministrators ein. Er spürt dessen Ängste und Sehnsüchte. Mithra erklärt ihm die Funktionsweise dieses Prozesses und gibt dem Helden den neuen Namen Rama II.
Rama lebt weiterhin in der Wohnung des verstorbenen Brahma. Bald darauf erhält er Besuch vom Koordinator der Vampirgemeinschaft, Enlil Maratovich. Dieser widerlegt die menschlichen Mythen über Blutsauger. Der Kurator behauptet, Vampire würden niemanden töten. Sie stünden an der Spitze der Nahrungskette und behandelten Menschen wie Vieh. Seiner Ansicht nach sei die Menschheit künstlich gezüchtet worden, um regelmäßig Milch zu gewinnen. Ein gewöhnliches Tier besitze nur einen Verstand, der die Realität widerspiegele. Menschen hingegen sei ein zweites Signalsystem eingepflanzt worden – das sogenannte „Verstand B“. Dieser Mechanismus erzeuge abstrakte Konzepte und zwinge die Menschen, in einer fiktiven Realität zu leben.
Glamour und Diskurs
Rama beginnt seine obligatorische Ausbildung. Zwei erfahrene Mentoren, Balder und Jehova, kommen mit Koffern zu ihm nach Hause. Darin befinden sich Phiolen mit Blut von Menschen verschiedener Berufe. Indem er die Tropfen zusammen mit einem speziellen Fixiermittel schluckt, nimmt Rama ein breites Spektrum an Erfahrung anderer Menschen auf.
Er studiert zwei grundlegende vampirische Wissenschaften: Glamour und Diskurs. Seine Lehrer erklären ihm das Wesen dieser Phänomene. Glamour dient der Verkleidung und dem Konsum von Statussymbolen. Diskurs beschränkt das menschliche Denken auf das Erlaubte. Zusammen zwingen sie die Menschen dazu, ständig falschen Zielen nachzujagen, sich ihrer selbst zu schämen und Energie zu erzeugen. Vampire nennen dieses System das „Fünfte Imperium“, ein Regime versteckter Diktatur. Um seine Theorie in die Praxis umzusetzen, erhält Rama unbegrenzte finanzielle Mittel. Er kauft teure Kleidung in exklusiven Boutiquen und strebt danach, seinem Status als überlegenes Wesen gerecht zu werden.
In seiner Freizeit erkundet der junge Mann heimlich die Bibliothek des verstorbenen Brahma. Er untersucht das Blut eines deutschen Piloten aus dem Zweiten Weltkrieg und versucht, Gedichte zu schreiben, nachdem er eine Droge eingenommen hat, die die Erinnerung an den Schriftsteller Nabokov enthält.
Praktische Lektionen
Das Training geht in die Praxis über. Mithra zwingt Rama, nach draußen zu gehen und seinen ersten Biss selbstständig auszuführen. Rama wählt in einer Menschenmenge eine attraktive Frau aus, beißt sie unauffällig und liest einen Teil ihrer Erinnerung. Mit diesem Wissen gibt er sich als alter Bekannter aus. Die Täuschung gelingt perfekt. Die Frau lädt ihn zu sich nach Hause ein. Doch im Moment der körperlichen Intimität erkennt sie instinktiv die monströse Natur ihres Partners und weist ihn ab. Rama erinnert sich an die Worte seiner Ältesten: Wahre Liebe zwischen einem Vampir und einem Menschen ist unmöglich.
Zur selben Zeit erhält der junge Mann einen Brief von Hera, einer anderen jungen Konvertitin. Sie beginnen, Nachrichten auszutauschen und entwickeln Zuneigung füreinander.
Loki, der Mentor, lehrt Rama die Kunst des Kampfes und der Liebe. Die Kampftechnik der Blutsauger basiert auf absoluter Skrupellosigkeit und dem Einsatz von „Todesbonbons“. Dabei handelt es sich um spezielle Lutscher, hergestellt aus dem Blut chinesischer Taoisten. Sie verleihen dem Vampir kurzzeitig übernatürliche Reflexe und unglaubliche Körperkraft. Die Wissenschaft der Liebe lässt sich auf die rücksichtslose Unterdrückung jeglicher Versuche einer Frau reduzieren, Vergnügen vorzutäuschen, um materielle Vorteile zu erlangen.
Gärtnervereinigung
Enlil Maratovich und Mithra bringen Rama zu einer geschlossenen Veranstaltung. Es handelt sich um ein Treffen zwischen Vampiren und Chaldäern. Die Chaldäer sind in der „Gesellschaft der Gärtner“ vereint. Sie bilden die menschliche Elite, die Politik, Medien und Wirtschaft kontrolliert. Im Gegenzug für ihre Macht dienen die Gärtner ihren nächtlichen Herren treu. Bei dem Treffen tragen sie goldene Masken im Nacken und diskutieren über kulturelle Trends und Methoden der Massenkontrolle.
Als Prüfung muss Rama öffentlich die Gedanken eines der anwesenden Beamten lesen. Die Wahl fällt auf den arroganten Bürokraten Semnjukow. Rama beißt ihn und enthüllt öffentlich dessen tiefste Geheimnisse, wodurch er die Betrügereien seiner Geschäfte beweist. Wütend greift Semnjukow an. Rama benutzt einen taoistischen Lutscher, weicht den Schlägen mühelos aus und setzt seinem Gegner die zerrissene Maske direkt ins Gesicht, wodurch er ihm die Nase bricht. Die Prüfung wird mit Bravour bestanden.
Wahrheit und Geld
Rama wird von philosophischen Fragen nach dem Sinn des Lebens gequält. Auf Anraten seiner Ältesten sucht er den Vampir Osiris auf, der als Hüter uralter Legenden gilt. Osiris lebt in einer heruntergekommenen Gemeinschaftswohnung. Er erklärt dem jungen Mann das Wesen des Universums. Es stellt sich heraus, dass der Mensch über einen besonderen mentalen Apparat verfügt, der eine falsche Realität erschafft. Religion, Wissenschaft und Kunst existieren nur, um die ständige Energieproduktion aufrechtzuerhalten. Der Mensch leidet und freut sich, während sein Gehirn als Generator fungiert.
Dieses überaus wertvolle Produkt heißt „Bablos“. Es ist ein reines Konzentrat der Lebenskraft, sublimiert durch die Gier nach Geld. Um den Bablos zu kosten, steigt Rama in die tiefen unterirdischen Katakomben hinab. Dort residiert die höchste Göttin der Vampire, Ishtar Borisovna. Ihr wahrer Körper ist in der Dunkelheit verborgen. Nur ein austauschbarer menschlicher Kopf, verbunden mit uralten Mechanismen, kommuniziert mit den Besuchern. Ishtar bietet dem jungen Mann den Bablos an. Nachdem Rama einen Tropfen geschluckt hat, verschwindet er für einige Minuten aus der physischen Welt. Er fühlt sich wie der Schöpfer des Universums und erlebt absoluten Frieden und Glück. Doch die Ekstase währt nicht lange und macht einer schmerzhaften Sucht Platz.
Poetisches Duell
Rama trifft Hera in einem schicken Restaurant. Das Treffen verläuft schwierig. Hera gesteht, dass Mithras sie bereits gebissen hat und so eine unsichtbare Verbindung entstanden ist. Von Eifersucht getrieben, versucht Rama, sie zu verführen. Hera wendet die Kampftechniken an, die ihr Loki beigebracht hat, und versetzt Rama einen brutalen Kniestoß in den Unterleib.
Um einen Rivalen auszuschalten, fordert Rama Mithra zu einem Vampirduell heraus. Loki und Balder organisieren ein Fernduell. Die Kontrahenten kreuzen nicht die Schwerter. Spritzen mit einem starken Lähmungsmittel werden an ihre Venen angeschlossen. Die jungen Männer wetteifern im Dichten. Hera, die die Texte anonym erhält, soll den Sieger bestimmen. Rama trinkt das Blut von Fjodor Tjuttschew und verfasst ein verschachteltes Gedicht in verzerrter Umgangssprache. Mithra schafft ein klassisches Werk, das elegant die Schönheit des Mädchens preist.
Hera wählt Mithras. Dem besiegten Rama wird ein Beruhigungsmittel verabreicht. Die Bedingungen des Duells sehen vor, dass Mithras seinen gelähmten Gegner zwingt, den Kampf gegen Hera über eine versteckte Kamera mitzuerleben.
Erneuerung der Göttin
Mithras steigt in die Kerker von Hartland hinab, in der Hoffnung auf eine romantische Begegnung. Hera lockt ihn in einen leeren Altarraum. Dort warten bereits Männer in OP-Kitteln auf den Sieger. Sie überwältigen Mithras und enthaupten ihn.
Rama starrt entsetzt auf den Monitor. Nach einer Weile legen die Chirurgen Heras bandagierten Kopf auf den Altar und schließen ihn an die Geräte an. Ishtar Borisovna hat ihre gealterte menschliche Gestalt gegen das jugendliche Gesicht eines unerfahrenen Mädchens eingetauscht.
Die lähmende Wirkung des Medikaments lässt nach. Rama erhält einen Brief von der wiedererweckten Göttin. Ishtar enthüllt, dass sie Mithras Beseitigung im Voraus geplant hatte. Sie erklärt Rama zu ihrem Auserwählten und verspricht ihm unbegrenzte Macht. Der Held akzeptiert die neuen Spielregeln. Seine jugendlichen Illusionen hat er endgültig verloren, breitet seine Flughäute aus und fliegt über das verschneite Moskau. Nun ist er der rechtmäßige Herrscher über den Glanz und Glamour und blickt von den kalten Höhen seiner Einsamkeit auf die geschäftige Welt der Menschen herab.
Adblock bitte ausschalten!
Sie können nicht kommentieren Warum?