Eine Zusammenfassung von Victor Pelevins „Batman Apollo“
Automatische übersetzen
Dieses Buch ist ein philosophischer und satirischer Roman aus dem Jahr 2013 und eine direkte Fortsetzung der Geschichte des jungen Vampirs Rama. Der Text beschreibt detailliert die Mechanismen des Jenseits und die verborgenen Methoden der Kontrolle der menschlichen Gesellschaft.
Beerdigung und neue Ernennung
Die Geschichte beginnt mit der Beerdigung von Ishtar Borisovna, der ehemaligen Anführerin der Großen Maus. Die Zeremonie findet am Rande eines Abgrunds in Heartland statt. Engagierte Künstler treten für die versammelten Vampire auf. Eine Popsängerin singt „Call Me Along“, woraufhin die Künstler zum blauen Bus zurückkehren. Plötzlich setzt sich der Bus von selbst in Bewegung, verliert die Kontrolle und stürzt in den Abgrund. Enlil Maratovich macht sich auf, die Tiefen von Heartland zu erkunden und nimmt Rama mit. Während ihres Falls nutzen die Vampire den Uralten Körper, um sich in riesige Fledermäuse zu verwandeln und anmutig zum unterirdischen See hinabzusteigen.
Die geplante Natur der Katastrophe wird enthüllt. Die alte Ishtar inszenierte das Massaker absichtlich zum Vergnügen. Die neue Ishtar, Ramas Ex-Freundin Hera, wohnt in einer Perlmuttmuschel. Sie befiehlt, den jungen Vampir zum Taucher ausbilden zu lassen. Diese Spezialisten sind darin geübt, ins Limbo, das Jenseits, wie es in der Welt des Romans genannt wird, hinabzusteigen. Rama wird zur Ausbildung in Draculas Schloss geschickt. Die Reise findet in einem komfortablen Sarg statt. In der Krypta trifft Rama die amerikanische Vampirin Sophie und drei Franzosen. Die Namen der gallischen Götter – Ez, Tet und Tar – dienen ihnen als Decknamen.
Lehren aus dem Nichts
Ausbilder Ull erklärt den Kadetten das Wesen des Bewusstseins und das Paradoxon des „harten Problems“. Das menschliche Gehirn erzeugt keine Gedanken, sondern filtert lediglich das helle weiße Licht des Großen Vampirs. Der Geist gleicht einem Buntglasfenster. Das Limbus speichert Animogramme. Tote Seelen sind komplexe Informationscodes. Vampire betreten das Reich des Todes mithilfe eines speziellen Geräts, des Vampiravigators. Dieses Gerät, das an den oberen Eckzähnen befestigt wird, injiziert eine rote Flüssigkeit in den Mund und versetzt den Blutsauger in einen kontrollierten Schlafzustand, die sogenannte geringe Nichtexistenz. Die im Gerät enthaltenen Drogen ermöglichen es ihnen, im Limbus unglaubliche Taten zu vollbringen, wie Helden aus Videospielen.
Taucher begleiten verstorbene, wohlhabende Menschen auf ihrem karmischen Weg. Dieses Verfahren wird „Goldener Fallschirm“ genannt. Zu Lebzeiten zahlten die Klienten immense Summen, um dem qualvollen Verfall der niederen Daseinsbereiche zu entfliehen. Rama geleitete den verstorbenen Salavat Kedayev erfolgreich. Sie durchquerten eine Reihe karmischer Illusionen: ein sinkendes Becken, das einer Titanic-Kabine ähnelte, Gladiatorenkämpfe in der Arena und Bandenkriege in Gefängniskorridoren. Die Reise gipfelte in einem sicheren Ankerplatz in einer Scheune, die Kedayevs Kindheitserinnerungen weckte. Der Vorgang wurde den Angehörigen des Verstorbenen durch französische Hellseher übertragen.
Romantische Illusionen
Die Beziehung zwischen Rama und Hera beschränkt sich auf schmerzhafte und demütigende Begegnungen. Hera sonnt sich in ihrer Macht, kann Ramas Gedanken lesen und zwingt ihren Geliebten immer wieder zum Verrat. Während seiner Ausbildung in Draculas Schloss hat Rama eine intime Beziehung zu Sophie. Die beiden erkunden das Schlafzimmer des alten Grafen. Sie wiederholen das Verführungsritual und fallen durch den Boden in eine Lache roter Farbe. Sophie gelingt es, eine Mücke aus Draculas eigener DNA zu bergen.
Ein erschreckendes Detail kommt später ans Licht: Die echte Sophie war nie mit Rama im Limbus. Die amerikanische Verkleidung hatte zuerst Hera angenommen, dann der Herrscher der Welt selbst – Batman Apollo. Rama ist zutiefst schockiert über die Erkenntnis ihrer eigenen Leichtgläubigkeit.
Chaldäer und politische Technologien
Währenddessen überschlagen sich die Ereignisse in der Welt der Menschen. Enlil Maratowitsch versammelt seine treuen Chaldäer in einem neuen, monumentalen Empfangssaal. Die Rubljowka-Vampire sind unzufrieden mit dem Verlust der Kontrolle über die menschlichen Gedanken. Kaldawaschkin, Schtschepkin-Kupernik und Samartsew werden mit der Organisation einer großangelegten Protestbewegung beauftragt. Die Menschen sollen Empörung und Bürgerwürde empfinden. Die Chaldäer zeigen holografische Projektionen zukünftiger Kundgebungen: halbnackte Models auf dem Laufsteg, die über Liberalismus diskutieren, und Redner in einem Pickup mit Maschinengewehr. Sie führen Meme-Codes ein – spezielle Wörter, die das Vertrauen junger Menschen stärken sollen.
Die M5-Einheit erzeugt intensive negative Emotionen. Dieses konzentrierte Leid nährt die magischen Würmer in den Köpfen der Vampire. Das menschliche Leben ist künstlich mit Frustration gefüllt. Spiele, Fernsehnachrichten und soziale Medien lassen die Menschen sekündlich leiden. Apollo nennt dieses Geschehen die „Große Frequenzrevolution“ oder „Infofeed“. Westliche Technologien zur Entziehung von Lebensenergie haben die alten russischen Methoden längst überholt. Enlil Maratovich hingegen verteidigt unseren eigenen „Schild des Vaterlandes“ – ein System totaler Hoffnungslosigkeit und alltäglicher Absurdität, das den reinsten und intensivsten Schmerz erzeugt.
Der geheime schwarze Pfad
Im Zwischenreich segeln Rama und der alte Vampir Osiris mit einem Boot durch den Nebel. Mit kurzen Rudern wehren sie karmische Illusionen ab. Die Helden begegnen Dracula. Der uralte Blutsauger erscheint als sechsarmige blaue Gottheit, die inmitten einer riesigen Blume thront. Er spricht vom „Geheimen Schwarzen Pfad“. Dieses Konzept fordert die vollständige Abkehr von der Erzeugung von Leid. Man muss die Abwesenheit des eigenen Egos erkennen und aufhören, auf flüchtige Gedanken zu reagieren. Dracula zitiert ein Gedicht von Lermontow und ein obszönes Lied über eine Fabrik und ruft zu absoluter spiritueller Gleichgültigkeit auf.
Osiris setzt dieses Wissen in die Praxis um. Anfangs praktiziert er „positiven Vampirismus“ und nährt sich von der Lebensfreude seiner moldawischen Gastarbeiter. Am Ende seiner karmischen Reise besiegt er das Monster Fafnir, vernichtet die dämonischen Grenzwächter, löscht Illusionen aus und verschmilzt für immer mit dem Großen Vampir. Rama bleibt allein in der grenzenlosen Leere zurück.
Treffen mit Batman Apollo
Rama wird an Apollos Hof gerufen. Der Weltherrscher residiert auf einem gigantischen schwarzen Flugzeugträger im Ozean. Das Schiff ist von einem undurchdringlichen Schleier der Unsichtbarkeit verborgen. Apollos Kopf ist auf einen massiven, schlangenartigen Körper montiert, der im Laderaum aufbewahrt wird. Apollo, der einem römischen Patrizier in purpurner Toga ähnelt, schlägt Rama vor, neue Technologien zur Geldgewinnung in Russland einzuführen. Der Kaiser will die plumpe russische Absurdität durch einen sanften, aber stetigen digitalen Konsum ersetzen. Er beschreibt das Programm „Amerikanischer Traum“ – einen sechzehnstündigen Albtraum sozialer Minderwertigkeit, komprimiert auf wenige Minuten Wachschlaf. Jeder Mensch erlebt diesen Traum jede Nacht und generiert so enorme Geldsummen.
Nach Ramas Weigerung nimmt Batman ihm seinen „Uralten Körper“. Die Fähigkeit, sich in eine Fledermaus zu verwandeln, kehrt erst nach einer waghalsigen Tat zurück. Rama erhält den Aztlan-Kalender – eine verschlüsselte Zusammenfassung historischer Ereignisse der nächsten fünf Jahre, die Vampire nutzen, um den Lauf der Zeit zu bestimmen.
Rückkehr nach Moskau und das Finale
Rama fliegt mit einem Privatjet zurück in die Hauptstadt. Er näht sich ein schwarzes T-Shirt mit einem populären Oppositionsslogan. Noch an Bord tätowiert ihn ein Künstler mit einer provokanten Botschaft auf den Bauch. Auf der Fahrt vom Flughafen führt Rama ein philosophisches Gespräch mit seinem Fahrer Grigory über Gott und das menschliche Leid.
Als Rama während einer Winterkundgebung auf den Twerskoi-Boulevard trat, setzte er sich eine schwarze Sturmhaube mit einem Horn auf die Stirn. Er ließ sich absichtlich in die Hände der Bereitschaftspolizei begeben. Die Beamten schlugen ihn mit Gummiknüppeln und zerrten ihn in einen Streifenwagen.
In einem Polizeiwagen unterhält sich der Vampir mit einem Polizeioberst. Als er den Namen des Schutzschildes „Buntglas“ erfährt, beißt Rama dem Polizisten in den Hals. Diese absurde Tat wird von den höheren Mächten als notwendige Prüfung angesehen. Der Uralte Körper kehrt zum Helden zurück. Rama fliegt durch die Fenstergitter und schwebt über der Moskauer Nacht. Er fliegt dem purpurroten Auge des Großen Vampirs entgegen und sinniert über Demut und das wahre Wesen des Universums. Der Text schließt mit einem kurzen Anhang, der Ramas satirische Notizen enthält, die mit dem Buchstaben „S“ beginnen und während des Trainings mit dem Vampir-Navigator auf einem Diktiergerät aufgezeichnet wurden.
Adblock bitte ausschalten!
Sie können nicht kommentieren Warum?