Portrait of the poet KD Balmont. 1905 Valentin Serov (1865-1911)
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Valentin Serov – Portrait of the poet KD Balmont. 1905
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Das Gesicht ist von einem dichten, ungebändigten Haarwuchs geprägt, der in einer Art ungeordneter Welle über die Stirn fällt. Die Augen wirken aufmerksam, fast durchdringend, und blicken direkt in die Kamera. Ein markanter Bart, ebenfalls von wildem Wuchs, rahmt das Gesicht und unterstreicht den Eindruck von Individualität und vielleicht auch von einer gewissen Melancholie.
Die Kleidung des Dargestellten – ein Sakko mit breiten Ärmeln – ist ebenfalls in schnellen, lockeren Strichen wiedergegeben. Die Textur des Stoffes wird durch die unterschiedlichen Grautöne angedeutet, ohne jedoch detailliert dargestellt zu werden. Die Ärmel fallen ungestüm über die Hände, die im unteren Bildbereich kaum erkennbar sind.
Hier weht ein Hauch von Intimität und ungezwungener Beobachtung. Der Künstler scheint weniger an einer formalen Vollkommenheit interessiert zu sein als vielmehr daran, die Persönlichkeit und den Charakter des Porträtierten einzufangen. Die Unvollständigkeit der Darstellung, die scheinbare Hast der Ausführung lassen auf einen Moment der unmittelbaren Begegnung schließen, der in einer schnellen, spontanen Zeichnung festgehalten wurde. Man spürt eine gewisse Distanzlosigkeit, die vielleicht auch die künstlerische Nähe zum Motiv widerspiegelt.
Die Schrift im unteren Bildbereich, die vermutlich die Signatur und das Datum enthält, wirkt fast beiläufig, als wäre sie nur ein nachträglicher Gedanke gewesen. Sie unterstreicht den Eindruck von Authentizität und Unmittelbarkeit, der von der gesamten Darstellung ausgeht. Insgesamt vermittelt das Werk den Eindruck eines literarischen Geistes, der in sich gekehrt und nachdenklich wirkt.