1937 Nature morte Е la bougie l Pablo Picasso (1881-1973) Period of creation: 1931-1942
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Pablo Picasso Period of creation: 1931-1942 – 1937 Nature morte Е la bougie l
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Vor diesem Hintergrund stehen zwei Hauptobjekte: eine Art abstrakte Gefäßformation, aus deren Öffnung eine blassgelbe Sonnenblume ragt, und eine weitere, ebenfalls deformierte Kanne. Beide Objekte sind in dunklen, gedämpften Farbtönen, hauptsächlich Grau-, Braun- und Schwarztönen gemalt. Ihre Formen sind stark vereinfacht, zerlegt und neu zusammengesetzt, was an die kubistischen Prinzipien erinnert. Die Konturen sind ungeschickt und scharf, was den Eindruck von Instabilität und Zerrissenheit verstärkt.
Links von der Kanne liegen einige zerteilte Feigen, deren Innere in einem leuchtenden Orange-Rot dargestellt ist. Auch diese Formen sind fragmentiert und wirken fast wie stilisierte, geometrische Abstraktionen. Der Kontrast zwischen dem dunklen Hintergrund und dem leuchtenden Orange der Feigen erzeugt einen starken visuellen Akzent.
Der Boden der Komposition ist in einem kräftigen, rötlich-braunen Farbton gehalten und bildet einen festen, erdigen Ankerpunkt. Die Datierung „37-1-37“ in der unteren linken Ecke deutet auf das Entstehungsjahr hin.
Die Komposition wirkt insgesamt bedrückend und unruhig. Die fragmentierte Darstellung der Gegenstände und die gedämpfte Farbpalette lassen eine Atmosphäre von Melancholie und Verfall entstehen. Man könnte folgern, dass die Zerrissenheit der Formen nicht nur ein formales Element ist, sondern auch eine Spiegelung innerer Unruhe oder der Zerrissenheit der Zeit darstellt. Die Sonnenblume, ein Symbol für Licht und Wachstum, wirkt hier hingegen fast hilflos und isoliert in ihrer abstrakten Umgebung.
Es liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei diesem Werk um mehr als nur eine reine Darstellung eines Stilllebens handelt, sondern um eine Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von politischen Umwälzungen und der drohenden Bedrohung, die in Europa in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg spürbar waren. Die Zerstörung der Formen könnte eine Metapher für den Verlust von Ordnung und Stabilität sein.