Lady in an armchair; Dame im Lehnstuhl Franz Eybl (1806-1880)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Franz Eybl – Lady in an armchair; Dame im Lehnstuhl
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Der dunkle, samtene Hintergrund verstärkt die Wirkung des Vordergrundes und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Dargestellte. Ein Vorhang in Goldtönen schwingt am linken Rand, verleiht dem Raum Tiefe und suggeriert eine wohlhabende Umgebung. Die Beleuchtung ist weich und gleichmäßig verteilt, wodurch die Gesichtszüge der Frau klar herausgearbeitet werden.
Die Kleidung unterstreicht den gesellschaftlichen Status des Porträtierten. Das tiefschwarze Kleid mit aufwendiger Stickerei und das passende Tuch, verziert mit floralen Elementen, zeugen von Reichtum und Geschmack. Die feinen Handschuhe und die Perlenkette sind weitere Zeichen von Eleganz und Wohlstand. Die in der Hand gehaltene Fächer trägt zur inszenierten Pose bei und verleiht dem Bild eine gewisse Distanziertheit.
Der Gesichtsausdruck ist ernst, fast melancholisch. Es fehlt ihm an übertriebener Fröhlichkeit oder Verspieltheit; stattdessen scheint eine innere Kontemplation zu liegen. Die Augen sind aufmerksam, aber nicht unbedingt warmherzig. Die Gesamtwirkung des Porträts ist von Würde und Selbstbeherrschung geprägt.
Subtextuell könnte das Bild als Darstellung einer Frau verstanden werden, die sich ihrer gesellschaftlichen Rolle bewusst ist und diese auch verkörpert. Die Distanz zur Kamera, die strenge Pose und der ernste Gesichtsausdruck lassen auf eine Person schließen, die Wert auf Anstand und Konventionen legt. Die dunkle Farbgebung könnte zudem eine gewisse Schwere oder sogar Trauer andeuten, obwohl dies nicht eindeutig belegt werden kann. Es entsteht ein Eindruck von einer Frau, die in ihrer Position gefangen ist, zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und persönlicher Gefühlswelt. Die Blumen im unteren rechten Bildbereich könnten als Symbol für Vergänglichkeit interpretiert werden, was dem Gesamtbild eine zusätzliche Ebene verleiht.