The Surrender of Ulm, 20th October 1805 Charles Thévenin (1764-1838)
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Charles Thévenin – The Surrender of Ulm, 20th October 1805
Ort: Palace of Versailles (Château de Versailles), Paris.
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Die Komposition ist durch eine deutliche Staffelung gekennzeichnet. Die Figuren im Vordergrund sind detailreich ausgearbeitet, ihre Gesten und Gesichtsausdrücke lassen auf eine formelle Übergabe schließen. Ein offenkundiger Kontrast entsteht zwischen den stehenden, uniformierten Personen, die offenbar die Kapitulationsbedingungen unterzeichnen oder bestätigen, und den in Formation marschierenden Truppen im Hintergrund. Rauchschwaden ziehen über das Feld, was auf kürzlich vergangene Kampfhandlungen hindeutet.
Die Stadt am Horizont, mit ihrem markanten Kirchturm, bildet einen wichtigen räumlichen Bezugspunkt. Sie ist von einer leicht goldenen Beleuchtung umgeben, die eine gewisse Distanz und Unnahbarkeit suggeriert. Der Himmel ist dramatisch dargestellt: dunkle Wolken ziehen auf, kontrastieren aber gleichzeitig mit den Lichtstrahlen, die auf die Stadt fallen. Diese Licht-Dunkel-Kontraste verstärken die emotionale Wirkung der Szene.
Die Darstellung wirkt inszeniert und idealisiert. Die Soldaten erscheinen diszipliniert und ordentlich, selbst inmitten des Chaos einer militärischen Niederlage. Es scheint eine Absicht vorzuliegen, ein Bild von Ordnung und Kontrolle in einer Situation der Kapitulation zu vermitteln. Der einzelne Baum rechts im Bild, trotz seiner scheinbar unbedeutenden Position, wirkt wie ein Symbol für Widerstand oder Überleben inmitten des Geschehens.
Subtextuell könnte die Darstellung eine Reflexion über Machtverhältnisse und militärische Strategien sein. Die Kapitulation wird nicht als reine Niederlage dargestellt, sondern eher als Teil einer größeren politischen Ordnung. Die Distanz zwischen den handelnden Personen im Vordergrund und dem Hintergrund der Stadt deutet auf einen Unterschied in Status und Verantwortung hin. Es liegt eine gewisse Melancholie über der Szene, die möglicherweise die Verluste und das Leid des Krieges andeutet, ohne diese jedoch explizit darzustellen. Die Gesamtwirkung ist von einer gewissen Monumentalität geprägt, die den historischen Kontext unterstreicht.