THE BATHER,1885-87, MOMA Paul Cezanne (1839-1906)
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Paul Cezanne – THE BATHER,1885-87, MOMA
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Der Hintergrund ist rudimentär gehalten, eine abstrakte Landschaft aus blauen und grünen Farbtönen, die kaum Details erkennen lässt. Ein sanfter Horizontlinie trennt den Himmel vom Vordergrund, der von einer horizontalen Linie aus erdigen Tönen dominiert wird. Diese Linie vermittelt den Eindruck einer Küstenlinie oder eines Ufers. Der dunkle, fast schwarze rechte Bildrand schirmt die Figur ein und verstärkt ihre Isolation.
Die Malweise ist charakteristisch für die Zeit und den Künstler: breite, sichtbare Pinselstriche, die die Form nur andeuten und nicht vollständig definieren. Die Hauttöne wirken kühn und wenig glatt, die Konturen sind verschwommen. Die Darstellung des Körpers ist wenig idealisiert, eher monumental und von einer gewissen Strenge geprägt. Die Proportionen wirken leicht verzerrt, was die Konstruiertheit der Darstellung unterstreicht.
Neben der formalen Analyse lassen sich auch subtextuelle Deutungen anbieten. Die Figur scheint in einer Übergangszustand zu sein, weder vollständig integriert in die Landschaft noch gänzlich von ihr getrennt. Die Haltung könnte als Ausdruck von Infragestellung, Selbstbeobachtung oder sogar von Melancholie interpretiert werden. Die Reduktion des Motivs auf seine grundlegenden geometrischen Elemente deutet auf eine Auseinandersetzung mit den formalen Elementen der Malerei und auf eine Abkehr von der naturalistischen Darstellung hin. Die Darstellung des männlichen Aktes, hier entkleidet und exponiert, mag auch eine Reflexion über Identität und Männlichkeit sein. Insgesamt erzeugt das Werk eine Atmosphäre der Stille und der Nachdenklichkeit.