Hier sehen wir eine Darstellung einer Frau, die eindeutig dem gehobenen Stand angehört. Die Komposition ist halbfigurenhaft; sie steht seitlich versetzt zum Betrachter, wobei der Blick nach links gerichtet ist. Ihre Haltung wirkt aufrecht und würde, doch gleichzeitig schwingt eine gewisse Melancholie mit. Die Kleidung lässt auf die Zeit um 1800 schließen. Ein helles, fließendes Kleid, das vermutlich aus feiner Seide gefertigt wurde, fällt in weichen Falten. Die Ärmel sind eng anliegend und enden in einer Art Manschette, während der Ausschnitt schlicht gehalten ist. Um den Hals trägt sie einen Schal oder eine Stola, die mit dunklen Ornamenten verziert ist und dem Gesamtbild eine gewisse Eleganz verleiht. Ein Tuch, möglicherweise ein Seidenschleier, umhüllt ihren Kopf und betont ihre Frisur. Die Gesichtszüge sind fein modelliert; hohe Wangenknochen, eine gerade Nase und volle Lippen prägen ihr Antlitz. Der Ausdruck ist ernst, fast nachdenklich. Die Darstellung der Haare, sowohl unter dem Tuch als auch im freiliegenden Bereich, wirkt sorgfältig ausgeführt und verleiht dem Porträt eine gewisse Lebendigkeit. Die monochrome Farbgebung, verstärkt durch die Schraffurtechnik, erzeugt einen weichen, diffusen Effekt. Der Hintergrund ist nur angedeutet, was die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die dargestellte Frau lenkt. Die Lichtführung ist subtil; sie modelliert die Gesichtszüge und betont die Falten im Kleid. Subtextuell könnte das Bild eine Reflexion über Macht und Weiblichkeit suggerieren. Die würdevolle Haltung und die kostbare Kleidung deuten auf einen hohen sozialen Status hin, während der ernste Blick möglicherweise eine gewisse innere Distanz oder sogar Trauer andeutet. Es entsteht ein Eindruck von einer Frau, die in einer komplexen Rolle gefangen ist – zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und persönlichen Gefühlen. Die leichte Verschleierung des Gesichts könnte zudem auf eine gewisse Geheimhaltung oder Zurückhaltung hindeuten. Insgesamt vermittelt das Bild den Eindruck eines Porträts, das über die bloße Darstellung hinausgeht und einen Einblick in die Persönlichkeit der Dargestellten zu gewähren versucht.
Portrait of the Queen of Sweden Desiree Clary in 1818 from ’Napoleon et les femmes’ by Masson — Antoine Calbet
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Die Kleidung lässt auf die Zeit um 1800 schließen. Ein helles, fließendes Kleid, das vermutlich aus feiner Seide gefertigt wurde, fällt in weichen Falten. Die Ärmel sind eng anliegend und enden in einer Art Manschette, während der Ausschnitt schlicht gehalten ist. Um den Hals trägt sie einen Schal oder eine Stola, die mit dunklen Ornamenten verziert ist und dem Gesamtbild eine gewisse Eleganz verleiht. Ein Tuch, möglicherweise ein Seidenschleier, umhüllt ihren Kopf und betont ihre Frisur.
Die Gesichtszüge sind fein modelliert; hohe Wangenknochen, eine gerade Nase und volle Lippen prägen ihr Antlitz. Der Ausdruck ist ernst, fast nachdenklich. Die Darstellung der Haare, sowohl unter dem Tuch als auch im freiliegenden Bereich, wirkt sorgfältig ausgeführt und verleiht dem Porträt eine gewisse Lebendigkeit.
Die monochrome Farbgebung, verstärkt durch die Schraffurtechnik, erzeugt einen weichen, diffusen Effekt. Der Hintergrund ist nur angedeutet, was die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die dargestellte Frau lenkt. Die Lichtführung ist subtil; sie modelliert die Gesichtszüge und betont die Falten im Kleid.
Subtextuell könnte das Bild eine Reflexion über Macht und Weiblichkeit suggerieren. Die würdevolle Haltung und die kostbare Kleidung deuten auf einen hohen sozialen Status hin, während der ernste Blick möglicherweise eine gewisse innere Distanz oder sogar Trauer andeutet. Es entsteht ein Eindruck von einer Frau, die in einer komplexen Rolle gefangen ist – zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und persönlichen Gefühlen. Die leichte Verschleierung des Gesichts könnte zudem auf eine gewisse Geheimhaltung oder Zurückhaltung hindeuten. Insgesamt vermittelt das Bild den Eindruck eines Porträts, das über die bloße Darstellung hinausgeht und einen Einblick in die Persönlichkeit der Dargestellten zu gewähren versucht.