The Fall of Man Pieter Coecke Van Aelst (1501-1550)
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Pieter Coecke Van Aelst – The Fall of Man
Ort: Dulwich Picture Gallery, London.
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Die Frau hingegen, mit rötlichem Haar und einem sanfteren Gesichtsausdruck, streckt ihre Hand aus, um eine Frucht zu betrachten – ein Apfel, der in seiner leuchtenden Farbe auffällig hervortritt. Ihre Augen sind auf die Frucht gerichtet, ihr Blick scheint zwischen Neugierde und einer unterschwelligen Sehnsucht hin- und hergerissen. Die Art und Weise, wie sie die Frucht hält, deutet eine Bereitschaft zur Annahme an, ein Aufgeben der Unschuld.
Zentral in der Komposition erhebt sich ein Baum, dessen Äste mit reifen Früchten behangen sind. Um den Stamm windet sich eine Schlange, deren Kopf fast unheimlich aus dem Laub ragt. Ihre Augen scheinen die Frau anzustarren, ihre Zunge ist leicht herausgestreckt, als ob sie das Verlangen nach der Frucht verstärken würde. Die Schlange fungiert hier nicht nur als Vermittler, sondern auch als Verkörperung des Zweifels und der Versuchung.
Der Hintergrund verschwimmt in eine Landschaft aus sanften Hügeln und einem diffusen Himmel, was die Szene von einer gewissen Distanzierung umgibt. Diese Weite unterstreicht die Isolation der beiden Figuren und ihre Konfrontation mit einer existenziellen Entscheidung.
Die Farbgebung ist warm und erdverbunden, wobei Rottöne und Grüntöne dominieren. Die Lichtführung betont die Konturen der Körper und lenkt den Blick auf die entscheidenden Elemente: die Frucht, die Schlange und die Gesichter der beiden Figuren.
Subtextuell wird hier nicht nur eine biblische Erzählung dargestellt, sondern auch ein universelles Thema von Unschuld, Verlust und dem Übergang zur Erkenntnis angesprochen. Die Darstellung wirft Fragen nach freiem Willen, Verantwortung und den Konsequenzen des Handelns auf. Der Apfel symbolisiert nicht nur die verbotene Frucht, sondern auch das Wissen, das mit der Sünde einhergeht – das Wissen um Gut und Böse, das die Unschuld für immer zerstört. Die Komposition suggeriert eine tiefe innere Zerrissenheit und den unausweichlichen Fall aus einem Zustand des Paradieses.