Madonna and Child in Glory and Saints Joseph, Francesco d’Assisi and Carlo Borromeo Carlo Ceresa (1609-1679)
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Carlo Ceresa – Madonna and Child in Glory and Saints Joseph, Francesco d’Assisi and Carlo Borromeo
Ort: Academy Carrara (Accademia Carrara), Bergamo.
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Die Darstellung offenbart eine hierarchische Anordnung von Figuren innerhalb eines strengen, vertikalen Rahmens. Im oberen Bereich thront eine sitzende Frauengestalt, die ein Kind auf ihrem Schoß hält. Beide sind in Wolken gehüllt und umgeben von Putten, deren Gesichtszüge nur angedeutet sind. Die Darstellung der Mutter ist von einer gewissen Distanz geprägt; ihr Blick scheint nachdenklich oder blickwärts gerichtet zu sein, weniger direkt dem Betrachter zugewandt. Das Kind wirkt lebendig und aktiv, seine Handhaltung deutet auf eine Interaktion hin, die jedoch nicht vollständig erkennbar ist.
Unterhalb dieser himmlischen Szene sind drei männliche Figuren angeordnet. Die linke Figur, ein älterer Mann mit langem Bart, sitzt in geduckter Haltung, sein Blick scheint nach unten gerichtet zu sein, möglicherweise in Kontemplation versunken. In der Mitte kniet eine weitere Gestalt in einem Kapuzenhabit, die Hände in Gebet gefaltet. Seine Pose drückt tiefe Demut und Hingabe aus. Die dritte Figur, rechts von ihm, trägt eine prunkvolle Robe und scheint ebenfalls in Andacht zu verharren, wenn auch mit einer etwas aufrechteren Körperhaltung.
Am Fuße der Komposition liegt ein Schädel, der als memento mori interpretiert werden kann – eine Mahnung an die Vergänglichkeit des irdischen Lebens und die Notwendigkeit spiritueller Orientierung. Die Farbgebung ist gedämpft und monochrom gehalten, was einen Eindruck von Würde und Kontemplation verstärkt. Das Licht fällt von oben herab und betont die himmlische Szene sowie die Gesichter der dargestellten Männer.
Die Komposition suggeriert eine Verbindung zwischen der göttlichen Sphäre und dem menschlichen Dasein. Die Anordnung der Figuren lässt auf eine Hierarchie schließen: Maria und das Kind repräsentieren das Göttliche, während die drei Männer – möglicherweise Heilige oder fromme Laien – als Vermittler zwischen Himmel und Erde fungieren. Der Schädel am Boden unterstreicht die Vergänglichkeit des irdischen Lebens und lenkt den Blick auf die spirituelle Dimension der Darstellung. Die subtile Inszenierung erzeugt eine Atmosphäre der Andacht und Kontemplation, die den Betrachter zur Reflexion über Glauben und Sterblichkeit anregen soll.