Harbour with Capriccio Alessandro Salucci (1590-1655)
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Alessandro Salucci – Harbour with Capriccio
Ort: National Museum (Nationalmuseum), Stockholm.
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Hier sehen wir eine Darstellung eines Hafens, der jedoch nicht als realistische Landschaft zu verstehen ist, sondern eher als eine fantastische, zusammengesetzte Szene – ein sogenanntes capriccio. Der Blick wird auf einen weitläufigen Wasserraum gelenkt, in dessen Hintergrund sich eine stürmische See mit vereinzelten Schiffen erstreckt. Das Licht fällt schräg von rechts und beleuchtet die verschiedenen architektonischen Elemente der Hafenkulisse.
Im Vordergrund dominiert ein imposantes Gebäude mit einer monumentalen Fassade, gegliedert durch Säulen und Fenster. Die Architektur wirkt klassizistisch geprägt, erinnert aber gleichzeitig an antike Ruinen, was eine Spannung zwischen Größe und Verfall erzeugt. Links davon erhebt sich ein weiterer Gebäuderiegel, der ebenfalls Elemente römischer Baukunst aufweist.
Weiter im Hintergrund sind Überreste einer alten Stadtmauer oder eines Triumphbogens zu erkennen, die teilweise verfallen sind. Diese Ruinen stehen in deutlichem Kontrast zur vermeintlich noch intakten Architektur im Vordergrund und verstärken den Eindruck einer vergänglichen Welt. Die Darstellung der Ruinen ist nicht detailgetreu, sondern eher schematisch gehalten, was ihren symbolischen Charakter unterstreicht.
Auf dem Platz vor den Gebäuden tummeln sich einige Figuren in verschiedenen Aktivitäten. Einige scheinen zu interagieren, andere wirken verloren oder betrachten die Umgebung. Ihre Kleidung deutet auf unterschiedliche soziale Schichten hin. Die Anwesenheit der Menschen verleiht der Szene eine gewisse Lebendigkeit und lenkt den Blick des Betrachters durch das Bild.
Die Farbgebung ist gedämpft gehalten, mit warmen Tönen wie Ocker und Braun, die einen leicht melancholischen Eindruck erwecken. Der Himmel ist von einem dramatischen Lichtspiel geprägt, das die Szene zusätzlich in eine mystische Atmosphäre hüllt.
Subtextuell scheint es sich um eine Reflexion über Zeit, Vergänglichkeit und den Wandel der Zivilisationen zu handeln. Die Kombination aus prunkvoller Architektur und verfallenen Ruinen suggeriert einen Kreislauf von Aufstieg und Niedergang. Der Hafen selbst könnte als Metapher für die Verbindung zwischen verschiedenen Kulturen und Epochen interpretiert werden, während das stürmische Meer die Unberechenbarkeit des Schicksals symbolisiert. Die Figuren im Vordergrund stehen möglicherweise für die menschliche Existenz in diesem Kontext – klein und unbedeutend angesichts der Größe der Geschichte. Insgesamt vermittelt das Bild eine Stimmung von Kontemplation und Melancholie, die den Betrachter dazu anregt, über die großen Fragen des Lebens nachzudenken.