Avigdor Arikha 166 Avigdor Arikha
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Avigdor Arikha – Avigdor Arikha 166
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Die Farbpalette ist dominiert von tiefen Brauntönen, Schwarz und gedämpften Violett-Nuancen. Helle, fast alabasterartige Flächen brechen diese Schwärze auf, erzeugen aber keine Leichtigkeit, sondern verstärken vielmehr das Gefühl der Zerrissenheit und des Unbehagens. Die Lichtführung ist ungleichmäßig; sie scheint von verschiedenen Quellen zu kommen, was die Formen zusätzlich fragmentiert und ihre räumliche Beziehung zueinander verwischt.
Es entsteht ein Eindruck von Zerstörung oder zumindest von einem Prozess des Auseinanderfallens. Die scharfen Kanten der einzelnen Elemente wirken gleichzeitig konstruktiv und destruktiv; sie definieren zwar klare Grenzen, lassen aber auch erahnen, dass diese jederzeit wieder aufgebrochen werden können. Die Komposition wirkt wie eine Ruine, ein Mosaik aus Erinnerungen oder Bruchstücken einer verlorenen Ordnung.
Die fehlende narrative Klarheit erlaubt vielfältige Interpretationen. Man könnte hier einen Kommentar zur Brüchigkeit menschlicher Beziehungen sehen, oder eine Reflexion über die Vergänglichkeit von Strukturen und Ideologien. Die Abwesenheit von konkreten Figuren oder Objekten verstärkt diesen abstrakten Charakter und ermöglicht es dem Betrachter, seine eigenen Assoziationen und Erfahrungen in das Werk einzubringen. Die Intensität der Farben und die Dynamik der Komposition erzeugen eine Atmosphäre der Anspannung und des Nachdenkens. Es liegt ein unterschwelliger Konflikt vor, der sich nicht direkt äußert, sondern durch die subtile Interaktion von Form und Farbe vermittelt wird.