Avigdor Arikha 169 Avigdor Arikha
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Avigdor Arikha – Avigdor Arikha 169
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Die Bildfläche ist von einer Vielzahl geometrischer Formen durchzogen: Dreiecke, Vierecke und scharfkantige Linien dominieren das Geschehen. Diese Elemente scheinen nicht miteinander verbunden zu sein, sondern existieren in einem Zustand der ständigen Konfrontation und Überlagerung. Es entsteht ein Eindruck von Zerstörung oder zumindest einer tiefgreifenden Veränderung, als ob eine ursprüngliche Ordnung auseinandergebrochen ist.
Die Farbgebung trägt wesentlich zur emotionalen Wirkung des Werkes bei. Das Rot, das in einzelnen Bereichen auftaucht, wirkt wie ein Signal, ein Warnruf inmitten der Dunkelheit. Es könnte für Leidenschaft, Gefahr oder auch für einen verzweifelten Hilferuf stehen. Die sparsame Verwendung von Gelb verstärkt diesen Eindruck zusätzlich und verleiht dem Ganzen eine gewisse Dramatik.
Es lässt sich kaum von einer gegenständlichen Darstellung sprechen. Dennoch scheint ein latentes Figürliches mitschwingen – vielleicht die Andeutung eines menschlichen Körpers, der jedoch durch die fragmentierte Darstellung aufgelöst wird. Dies könnte auf einen Verlust der Identität oder eine Zerrissenheit hindeuten.
Die Malweise selbst ist von großer Spontanität geprägt. Die Pinselstriche sind sichtbar und wirken kraftvoll, fast aggressiv. Es entsteht der Eindruck, dass der Künstler in einem Zustand innerer Aufbruchsbereitschaft gearbeitet hat. Die Oberfläche wirkt rau und unruhig, was die Gesamtwirkung des Werkes noch verstärkt.
Subtextuell könnte das Werk als Ausdruck von Trauma oder Verlust interpretiert werden. Die Zerstörung der Formen, die Dunkelheit und die vereinzelten Farbsignale könnten für eine innere Krise stehen, für den Kampf mit dem Unaussprechlichen. Es ist ein Bild, das Fragen aufwirft und den Betrachter dazu auffordert, sich seiner eigenen Ängste und Unsicherheiten zu stellen. Die Abwesenheit von Klarheit und die Fragmentierung der Formen lassen Raum für vielfältige Interpretationen und machen dieses Werk zu einem intensiven und bewegenden Erlebnis.