#37513 Ferdinand Hodler (1853-1918)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Ferdinand Hodler – #37513
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Die Farbgebung wirkt gedämpft und erdverbunden. Ein warmes Beige dominiert den Hintergrund, während das Gesicht in Rottönen und Brauntönen modelliert ist. Das dunkle, fast schwarze Haar bildet einen starken Kontrast zu den helleren Hauttönen und rahmt das Gesicht ein. Die Pinselstriche sind deutlich sichtbar, was der Darstellung eine gewisse Rauheit und Spontaneität verleiht. Es scheint, als sei die Arbeit in mehreren Schichten entstanden, wobei frühere Farbaufträge teilweise durch spätere überdeckt wurden – dies verstärkt den Eindruck von Lebendigkeit und Tiefe.
Der Gesichtsausdruck ist schwer zu deuten. Die Augen sind geradeaus gerichtet, wirken aber etwas leer oder nachdenklich. Der Mund ist geschlossen, die Lippen leicht verzogen, was eine gewisse Melancholie oder innere Anspannung suggeriert. Es fehlt an einem eindeutigen Lächeln oder einer direkten Ansprache des Betrachters.
Die Darstellung der Anatomie ist nicht naturalistisch; es finden sich Vereinfachungen und stilistische Abweichungen. Die Gesichtszüge sind reduziert, die Proportionen wirken leicht verzerrt. Dies deutet auf eine bewusste Abkehr von einer realistischen Wiedergabe hin und betont stattdessen den emotionalen Ausdruck.
Es könnte interpretiert werden, dass das Werk einen Zustand der inneren Einkehr oder Kontemplation thematisiert. Die schlichte Komposition und die gedämpfte Farbgebung tragen zu einer Atmosphäre der Ruhe und Besinnlichkeit bei. Der fehlende Augenkontakt und der zurückhaltende Gesichtsausdruck lassen Raum für eigene Interpretationen und Projektionen des Betrachters. Es entsteht ein Eindruck von Verletzlichkeit, aber auch von Stärke und Selbstbeherrschung. Die Arbeit scheint weniger eine Abbildung einer konkreten Person zu sein, sondern vielmehr eine Studie über den menschlichen Ausdruck und die Komplexität der inneren Welt.