#37515 Ferdinand Hodler (1853-1918)
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Ferdinand Hodler – #37515
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Die Frau nimmt fast das gesamte Bildformat ein. Ihr Gesicht wirkt ernst, vielleicht sogar melancholisch. Die Augen sind schmal und blicken direkt dem Betrachter entgegen, was eine gewisse Konfrontation erzeugt. Die Wangen sind rosig koloriert, was einen Hauch von Lebendigkeit in das ansonsten ernste Antlitz bringt. Das Haar ist dunkel und eng am Kopf liegend dargestellt, wodurch die Gesichtszüge noch stärker betont werden. Die Kleidung besteht aus einem hellen Oberteil mit dunkler Binde um den Hals, welche eine gewisse Schlichtheit suggeriert.
Der Hintergrund besteht aus einer dichten Ansammlung von Blumen in verschiedenen Farbtönen – vor allem Grün, Gelb und Rosa. Diese Blumen sind nicht naturalistisch dargestellt, sondern wirken eher wie farbige Flecken, die dem Bild eine dynamische Spannung verleihen. Die Komposition wirkt dadurch fast so, als ob die Frau von der üppigen Natur überwuchert würde oder in ihr versinkt.
Die Farbpalette ist insgesamt warm und intensiv. Der Kontrast zwischen dem hellen Hautton der Frau und den dunklen Farben des Hintergrunds verstärkt ihre Präsenz im Bild. Die grobe Pinselführung trägt zur expressiven Wirkung bei und lässt die Emotionen fast greifbar werden.
Es könnte interpretiert werden, dass das Porträt eine Auseinandersetzung mit Themen wie Weiblichkeit, Naturverbundenheit und vielleicht auch innerer Zerrissenheit darstellt. Die Ernsthaftigkeit des Gesichtsausdrucks in Kontrast zur fröhlichen Farbgebung der Blumen deutet auf einen Konflikt zwischen äußeren Erscheinungen und inneren Gefühlen hin. Die Blume könnten als Symbol für Schönheit und Vergänglichkeit gelesen werden, was die Melancholie des Porträtierten noch unterstreicht. Die direkte Blickrichtung impliziert eine Einladung zur Reflexion über das Wesen der menschlichen Existenz.