#07717 Umberto Boccioni (1882-1916)
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Umberto Boccioni – #07717
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Der Künstler hat bewusst auf eine realistische Wiedergabe verzichtet. Stattdessen zerlegt er die Gesichtszüge in geometrische Formen – spitze Winkel, abgerundete Flächen und scharfkantige Konturen dominieren. Die Augen sind asymmetrisch platziert und wirken fast wie separate Elemente, während die Nase und der Mund zu reduzierten, stilisierten Zeichen verdichtet werden. Die Haare sind in einem komplexen Knoten auf dem Kopf angeordnet, der ebenfalls aus fragmentierten Formen besteht und eine gewisse Monumentalität verleiht.
Die Farbpalette ist gedämpft gehalten, dominiert von Brauntönen, Grüntönen und dunklen Schattierungen. Akzente setzen rötliche Reflexe im Gesichtsbereich und vereinzelte hellere Farbtupfer, die möglicherweise Lichteffekte andeuten sollen. Die Malweise wirkt kraftvoll und expressiv; Pinselstriche sind sichtbar und tragen zur Struktur der Oberfläche bei.
Die Darstellung vermittelt einen Eindruck von Distanziertheit und Melancholie. Es entsteht eine Atmosphäre der Introspektion, in der die Dargestellte nicht direkt den Blick des Betrachters erwidert. Die Fragmentierung des Gesichts könnte als Ausdruck einer inneren Zerrissenheit oder eines Verlusts an Identität interpretiert werden. Es liegt ein Hauch von Tragik in der Darstellung, verstärkt durch die gedämpfte Farbgebung und die angedeutete Isolation der Figur. Die Komposition suggeriert eine gewisse Würde trotz der stilistischen Auflösung. Die Dargestellte scheint in ihrer eigenen Welt gefangen, distanziert von der äußeren Realität.