flowers in blue and white vase Jean Baptiste Siméon Chardin (1699-1779)
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Jean Baptiste Siméon Chardin – flowers in blue and white vase
Ort: National Galleries of Scotland, Edinburgh.
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Die Blumen selbst sind eine Mischung aus Weiß-, Blau- und Lilatönen, mit vereinzelten Akzenten in Rosa. Sie sind dicht in der Vase angeordnet und scheinen üppig und fast schon zerbrechlich zu sein. Die Darstellung wirkt beobachtend und detailreich, obwohl die Pinselstriche sichtbar sind und eine gewisse Unvollkommenheit suggerieren. Die Blütenblätter sind nicht perfekt ausgearbeitet, was der Darstellung eine natürliche, fast flüchtige Qualität verleiht.
Die Vase selbst ist ebenfalls bemerkenswert. Sie besitzt eine elegante, tropfenförmige Gestalt und ist mit einem blau-weißen Dekor versehen, das an Delftware erinnert. Das Muster ist präzise aufgemalt, steht jedoch in Kontrast zur lockeren Malweise der Blumen. Die Vase wirkt hier als ein ruhiger, geometrischer Gegenpol zur organischen Form der Blumen.
Der Boden, auf dem sich die Vase befindet, ist ebenfalls in einem dunklen Braunton gehalten und wirkt schlicht und unauffällig. Ein einzelner, abgefallener Blütenstängel liegt zu Füßen der Vase, was eine Andeutung von Vergänglichkeit und der natürlichen Zersetzung des Lebens enthält.
Die gesamte Komposition strahlt eine gewisse Melancholie und Kontemplation aus. Die dunkle Umgebung, die zerbrechliche Schönheit der Blumen und der abgefallene Blütenstängel erinnern an die Vergänglichkeit der Zeit und die Unvermeidlichkeit des Verfalls. Gleichzeitig suggeriert die sorgfältige Anordnung der Elemente und die Detailtreue eine Wertschätzung für die Schönheit der Natur und die Kunstfertigkeit der Handwerkskunst. Die Farbpalette, dominiert von kühlen Tönen, verstärkt die ruhige und nachdenkliche Atmosphäre des Werkes.