#15761 Oswaldo Guayasamin
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Oswaldo Guayasamin – #15761
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Die größere Figur, vermutlich ein erwachsener Mann, hält eine kleinere Gestalt, wahrscheinlich ein Kind, in den Armen. Beide Figuren sind stilisiert und abstrahiert dargestellt; ihre Körper bestehen aus geometrischen Formen und vereinfachten Linien. Die Gesichtszüge sind reduziert auf das Wesentliche: große, mandelförmige Augen, die einen Ausdruck von Melancholie oder Nachdenklichkeit tragen, sowie kleine, kaum erkennbare Nasen und Lippen. Die Darstellung der Anatomie ist nicht naturalistisch; stattdessen wird eine gewisse Unvollständigkeit suggeriert, was zu einer Entfremdung des Betrachters vom dargestellten Sujet führen kann.
Der Mann neigt sich über das Kind, dessen Gesicht teilweise im Schatten liegt. Diese Komposition erzeugt ein Gefühl von Schutz und Nähe, doch gleichzeitig auch von Distanz. Die Körperhaltung der beiden Figuren wirkt angespannt, fast verkrampft. Die Haltung des Kindes, mit dem Blick, der leicht abgewandt ist, deutet auf eine gewisse Unruhe oder vielleicht sogar Angst hin.
Ein dunkler, rechteckiger Farbflächenblock im oberen Bildbereich unterbricht die Einheitlichkeit des Hintergrunds und verstärkt das Gefühl von Enge und Isolation. Er wirkt wie ein Hindernis, das die Figuren von der Außenwelt abschirmt.
Die Komposition lässt Raum für Interpretationen. Es könnte sich um eine Darstellung mütterlicher oder väterlicher Liebe handeln, jedoch wird diese durch die stilistische Reduktion und die angespannte Atmosphäre untergraben. Es liegt ein Hauch von Tragik in der Luft, eine Ahnung von Verlust oder Entfremdung. Die Abstraktion erlaubt es dem Betrachter, eigene Bedeutungen in das Bild zu projizieren und sich mit den dargestellten Emotionen auseinanderzusetzen. Es scheint, als ob die Künstlerin/der Künstler nicht primär eine konkrete Szene darstellen wollte, sondern vielmehr einen Zustand der Seele einfangen – ein Gefühl von Verletzlichkeit, Melancholie und vielleicht auch Hoffnungslosigkeit.