The tears of Saint Peter El Greco (1541-1614)
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El Greco – The tears of Saint Peter
Ort: Cau Ferrat Museum (Museo Cau Ferrat), Sitges.
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Der Mann trägt eine schlichte, gelbe Tunika über einem dunkelgrünen Untergewand. Die Falten der Tunika sind dynamisch dargestellt und verleihen dem Gewebe eine lebendige Textur. Seine Hände sind gefaltet, als ob er in inniger Kontemplation versunken wäre oder um Gnade bittet. An seinen Händen baumeln Schlüssel, die offensichtlich symbolische Bedeutung haben.
Der Hintergrund ist düster gehalten und besteht hauptsächlich aus einem tiefschwarzen Ton. Im oberen Bereich des Bildes erkennen wir schemenhaft eine Art Laubwerk, das jedoch kaum Details zeigt und eher als dunkle Masse wirkt. Links im Hintergrund ist eine Szene angedeutet: Eine Gestalt scheint sich abzuwenden oder wegzugehen, möglicherweise ein Hinweis auf Verrat oder Verlust. Die Lichtführung ist dramatisch; der Mann wird von einer hellen Quelle beleuchtet, die seine Gesichtszüge und Hände hervorhebt, während der Rest des Bildes im Schatten liegt.
Die Komposition wirkt sehr intim und konzentriert sich voll und ganz auf die emotionale Verfassung des dargestellten Mannes. Die Subtexte sind vielschichtig. Die Schlüssel könnten für das Himmelreich stehen, dessen Verantwortung er zu tragen glaubt, oder auch für die Macht, Türen zu öffnen und zu schließen – eine Anspielung auf seine Rolle als Apostel. Das Weinen deutet auf Reue, Buße und möglicherweise auch auf die Erinnerung an einen Fehltritt hin. Die abgewandte Gestalt im Hintergrund könnte ein Hinweis auf Verrat sein, was in Anbetracht des Kontextes der biblischen Geschichte eine plausible Interpretation darstellt. Insgesamt vermittelt das Gemälde ein Gefühl von tiefer menschlicher Erfahrung, von Schuld und Vergebung, von Glauben und Zweifel. Es ist eine Darstellung eines Mannes, der mit seinen eigenen Schwächen ringt und nach Erlösung sucht.