Philip Melanchton (1497-1560) Unknown painters
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Unknown painters – Philip Melanchton (1497-1560)
Ort: National Museum (Nationalmuseum), Stockholm.
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Das Licht fällt schräg von links ein und modelliert die Gesichtszüge präzise heraus. Die Haut wirkt gezeichnet von Sorgen und dem Lauf der Zeit; feine Linien umzeichnen Mund und Augen. Die Haare sind spärlich und grau, was auf das hohe Alter des Mannes hindeutet. Ein buschiger Bart und ein Schnurrbart verbergen einen Teil des Mundes, tragen aber gleichzeitig zur Ausdruckskraft des Gesichts bei.
Der Mann trägt eine Art Robe oder Umhang mit einem kräftigen Pelzbesatz. Die Farbe des darunterliegenden Gewandes – ein warmes Orange-Ton – bildet einen Kontrast zum dunklen Hintergrund und lenkt den Blick auf das Gesicht, ohne jedoch von ihm abzulenken. Die Darstellung der Textilien ist detailreich; die Falten und Strukturen werden sorgfältig wiedergegeben.
Der Blick des Mannes ist nach unten gerichtet, was eine gewisse Besinnung oder sogar Trauer andeutet. Es entsteht ein Eindruck von innerer Einkehr und Kontemplation. Die Haltung wirkt angespannt, fast verkrampft, was die innere Zerrissenheit unterstreichen könnte.
Die Schriftzug am oberen Bildrand, der den Namen des Dargestellten nennt, ist in einer klassischen Schrift gehalten und verstärkt den Eindruck eines historischen Portraits. Er dient als eindeutige Identifizierung, ohne jedoch von der Gesamtwirkung des Gemäldes abzulenken.
Subtextuell könnte das Porträt die Last der Verantwortung oder die Bürde des Intellekts thematisieren. Die Melancholie im Gesichtsausdruck lässt auf eine tiefe innere Auseinandersetzung schließen und deutet möglicherweise auf die Komplexität des menschlichen Daseins hin. Die dunkle Farbgebung verstärkt diesen Eindruck von Schwere und Nachdenklichkeit. Insgesamt wirkt das Gemälde wie ein Zeugnis einer Persönlichkeit, die von inneren Konflikten gezeichnet ist und deren Leben von intellektueller Arbeit und möglicherweise auch von Enttäuschungen geprägt wurde.