Hier sehen wir eine Deckenmalerei, die einen dramatischen Aufstieg ins Himmelsblau darstellt. Im Zentrum der Komposition erhebt sich eine Gestalt, gehüllt in fließende Gewänder, die in weiten Bahnen um ihren Körper tanzen und den Eindruck von schwereloser Bewegung vermitteln. Die Darstellung ist nicht statisch; vielmehr suggeriert sie einen dynamischen Aufbruch, eine Abhebung von irdischer Existenz. Um diese zentrale Figur gruppieren sich zahlreiche weitere Personen, offenbar Zeugen des Ereignisses. Ihre Gesten sind vielfältig: Einige strecken ihre Arme flehend in den Himmel aus, andere scheinen in Ehrfurcht zu verharren, wieder andere blicken aufwärts mit einer Mischung aus Staunen und Trauer. Die Gesichter sind nicht immer klar erkennbar, doch die Körperhaltung und die Anordnung der Figuren erzeugen eine Atmosphäre kollektiver Anteilnahme und religiöser Ekstase. Die Farbgebung ist von einem hellen, fast ätherischen Ton dominiert. Das Blau des Himmels wirkt dabei als Hintergrund für das Weiß der Gewänder, was die spirituelle Reinheit und Erhabenheit der Szene unterstreicht. Die Lichtführung ist weich und diffus, wodurch eine gewisse Unschärfe entsteht, die den Eindruck von Transzendenz verstärkt. Die Komposition selbst ist auf einen starken vertikalen Impuls ausgerichtet. Der Blick des Betrachters wird unweigerlich nach oben gelenkt, in Richtung der himmlischen Sphäre. Die Anordnung der Figuren erzeugt eine Art spiralförmige Bewegung, die den Aufstieg der zentralen Gestalt begleitet und den Zuschauer mit hineinzieht. Neben der offensichtlichen religiösen Thematik – dem Aufstieg einer Person in den Himmel – lassen sich auch subtile Hinweise auf menschliche Emotionen erkennen. Die unterschiedlichen Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen deuten auf eine Bandbreite von Gefühlen hin, die über reine Verehrung hinausgehen: Hoffnung, Verlust, Sehnsucht. Diese Nuancen verleihen der Darstellung eine zusätzliche Tiefe und machen sie zu einem komplexen Ausdruck religiöser Erfahrung. Es scheint, als ob der Künstler nicht nur ein biblisches Ereignis darstellen wollte, sondern auch die menschliche Reaktion darauf erfassen wollte – die Verzweiflung des Abschieds, das Staunen über das Unbegreifliche.
The Assumption, fresco by Domenico Morelli, ceiling of the Royal Chapel of Assunta, Royal Palace of Naples — Domenico Morelli
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Um diese zentrale Figur gruppieren sich zahlreiche weitere Personen, offenbar Zeugen des Ereignisses. Ihre Gesten sind vielfältig: Einige strecken ihre Arme flehend in den Himmel aus, andere scheinen in Ehrfurcht zu verharren, wieder andere blicken aufwärts mit einer Mischung aus Staunen und Trauer. Die Gesichter sind nicht immer klar erkennbar, doch die Körperhaltung und die Anordnung der Figuren erzeugen eine Atmosphäre kollektiver Anteilnahme und religiöser Ekstase.
Die Farbgebung ist von einem hellen, fast ätherischen Ton dominiert. Das Blau des Himmels wirkt dabei als Hintergrund für das Weiß der Gewänder, was die spirituelle Reinheit und Erhabenheit der Szene unterstreicht. Die Lichtführung ist weich und diffus, wodurch eine gewisse Unschärfe entsteht, die den Eindruck von Transzendenz verstärkt.
Die Komposition selbst ist auf einen starken vertikalen Impuls ausgerichtet. Der Blick des Betrachters wird unweigerlich nach oben gelenkt, in Richtung der himmlischen Sphäre. Die Anordnung der Figuren erzeugt eine Art spiralförmige Bewegung, die den Aufstieg der zentralen Gestalt begleitet und den Zuschauer mit hineinzieht.
Neben der offensichtlichen religiösen Thematik – dem Aufstieg einer Person in den Himmel – lassen sich auch subtile Hinweise auf menschliche Emotionen erkennen. Die unterschiedlichen Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen deuten auf eine Bandbreite von Gefühlen hin, die über reine Verehrung hinausgehen: Hoffnung, Verlust, Sehnsucht. Diese Nuancen verleihen der Darstellung eine zusätzliche Tiefe und machen sie zu einem komplexen Ausdruck religiöser Erfahrung. Es scheint, als ob der Künstler nicht nur ein biblisches Ereignis darstellen wollte, sondern auch die menschliche Reaktion darauf erfassen wollte – die Verzweiflung des Abschieds, das Staunen über das Unbegreifliche.