Abraham Ortelius – China, 1584 Antique world maps HQ
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Antique world maps HQ – Abraham Ortelius - China, 1584
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Die Große Mauer schützte China vor den Tataren.
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Der Fokus der Karte liegt auf der Küstenregion des Ostens. Die Küstenlinie ist mit einer beachtlichen Detailgenauigkeit wiedergegeben, wobei zahlreiche Buchten, Flussmündungen und Inseln eingezeichnet sind. Die topografische Genauigkeit ist jedoch begrenzt, da das Landesinnere eher schematisch dargestellt ist, mit stilisierten Bergzügen und flachen Ebenen.
Verschiedene Städte und Siedlungen sind durch lateinische Namen gekennzeichnet, die oft europäische Transkriptionen chinesischer Bezeichnungen darstellen. Diese Namen geben Aufschluss über die Handelsbeziehungen und diplomatischen Kontakte, die zu dieser Zeit zwischen Europa und Ostasien bestanden. Die Anordnung der Ortsnamen suggeriert eine hierarchische Struktur, wobei größere Städte und wichtige Handelszentren hervorgehoben werden.
Ein auffälliges Element sind die kleinen, handgezeichneten Illustrationen am Rande der Karte. Diese zeigen typische Elemente der damaligen Weltanschauung: Schiffe, die auf See fahren, und möglicherweise mythologische Wesen oder Fantasielandschaften. Sie verleihen der Karte einen dekorativen Charakter und unterstreichen ihren Status als Kunstwerk und Wissensdokument zugleich.
Der Kompassrose im unteren rechten Quadranten und die Maßstäbe im unteren linken Bereich weisen auf den Anspruch der Karte hin, eine geografisch genaue Darstellung zu liefern, obwohl die Genauigkeit angesichts des damaligen Wissensstandes begrenzt war. Die Inschrift am unteren Rand, die das Thema der Karte präzisiert (Chinae, oder regiones nova descriptio), verdeutlicht den Anspruch, eine Darstellung neuer Regionen zu geben.
Die Farbgebung der Karte ist gedämpft und besteht vorwiegend aus Brauntönen, Beige und Grün, die typisch für die Kartographie des 16. Jahrhunderts sind. Die sorgfältige Ausführung der Linien und die filigrane Schrift verleihen der Karte eine gewisse Eleganz.
Subtextuell lässt sich erkennen, dass die Karte nicht nur eine geografische Darstellung darstellt, sondern auch ein Spiegelbild europäischer Interessen und Wissenslücken ist. Die Darstellung der Region ist stark von der europäischen Perspektive geprägt und spiegelt die begrenzte Kenntnis des Landesinneren wider. Die Betonung von Küstenstädten und Handelsrouten deutet auf ein Interesse an wirtschaftlichen Möglichkeiten und diplomatischen Kontakten hin. Die Karte ist somit mehr als nur eine geografische Abbildung; sie ist ein Dokument der europäischen Expansion und des Wissensdrangs des 16. Jahrhunderts.